Backupstrategie für Privatleute wie mich

Es war kein verregneter Tag heute. Aber es war ein solcher vorhergesagt und das reichte mir aus, mich mit Bergen von Papier zu beschäftigen, die sich im heimischen Büro angesammelt hatten und die inzwischen, 13 Stunden später, auch tatsächlich alle verschwunden sind. Einiges muss man aufbewahren, anderes wie irgendwelche wichtigen Zettel, Briefe, Belege und so weiter aber nun wieder nicht. Was das Finanzamt zum Beispiel dereinst sehen möchte, muss im Original abgeheftet werden. Aber der ganze andere Kram?

Ich scanne alle Unterlagen, die in ihrem Ursprung papieren vorliegen, ein. Anfangs nahm ich dafür ein Nuance Programm namens “PaperPort” zur Hilfe aber erstens stürzt dieses seit geraumer Zeit immer wieder unmotiviert ab und zweitens kommt man auch ohne ein solches Tool zurecht. Wichtig ist, dass es eine Filestruktur gibt, in der man die Dinge wiederfindet.

Doch was passiert, wenn die Festplatte crasht? So etwas kommt vor und ist auch mir schon zwei mal passiert. Ich setze auf folgende Strategie:

  1. Meine Daten werden ganz herkömmlich auf dem Rechner gespeichert, auf dem ich sie erfasse oder bearbeite
  2. In regelmäßigen Abständen fertigt der Rechner mit Hilfe der “Time-Capsule” und einer entsprechenden Software ein Abbild aller Daten auf einer externen Festplatte an, die in der Time-Capsule steckt und als NAS (Network attached Storage) bezeichnet werden kann.
  3. Die Time-Capsule wiederum wird manuell von Zeit zu Zeit mit einem weiteren NAS Device gesichert.
  4. Da im Falle eines Falles alle diese Geräte und auch ein Teil der Originalakten in einem einzigen Raum untergebracht sind, nämlich meinem Home Office, synchronisiere ich die Daten zusätzlich in der Webcloud. Es gibt viele Anbieter, die Speicherplatz auf ihren Rechnern zur Verfügung stellen. Ich selber nutze die nicht kostenfreie Variante MobileMe von Apple. Dies erstens wegen des Servicelevels (wer garantiert, dass ein Gratisanbieter nicht einfach vom Markt verschwindet und mit ihm meine Daten) und zweitens wegen des Schutzes meiner Daten, die so -so die Hoffnung- Unbefugten nicht zur Verfügung stehen.

Und? Lohnt sich der ganze Aufwand? Für mich schon, denn über die NAS Devices können auch alle anderen Computer im heimischen Netzwerk auf die Daten zugreifen. Sind solche nicht vorhanden, reicht vielleicht auch eine lokale Version der Dateien auf dem eigenen Rechner PLUS einer Webkopie z.B. bei MobileMe. Jedem, der gelegentlich aber auch schon mal Daten versehentlich löscht, sei dennoch die Time-Capsule empfohlen, denn die kann Daten, wie sie zu einem fast beliebigen Zeitpunkt einmal auf den per WLAN angebundenen Rechnern waren, wiederherstellen. Nebenbei ist ganz praktisch, dass sie auch noch einen WLAN Sender, einen so genannten Access Piont enthält und zudem das drahtlose Drucken von allen Rechnern im Heim-Netzwerk ermöglicht.

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