Withings – Die Körperwaage mit Webanschluss

Zog heute bei uns ein: die twitternde iPhone App Internetdatenbank- Webcloude- Waage “Withings Körperwaage WLAN

Als es vor einigen Jahren hiess, dass in einer nicht mehr allzu fernen Zukunft quasi jedes Haushaltsgerät online sein würde, konnte man sich das noch nicht so richtig vorstellen. Man dachte damals allenfalls an Kühlschränke, die automatisch eine Warenbestellung auslösen, wenn z.B. die Milch ausginge und hielt das für ziemlich überflüssig. Heute ist das Internet bereits allgegenwärtig. Im Haushalt aber, hat es noch nicht den prophezeiten Einzug gehalten.

Das ändert sich bei mir mit dem heutigen Tage, denn ab heute nutzen wir Withings. Withings ist zunächst eine normale Personenwaage, wie sie in vielen Haushalten im Bad steht. Nach dem Auspacken wird sie zuerst per USB an den Rechner angeschlossen um eine Berechtigung für das häusliche WLAN einzurichten – und schon beginnt sie sich von den üblichen Badezimmerwaagen zu unterscheiden. Ist diese WLAN Konfiguration erledigt, kann fast schon die erste Messung losgehen. Da man aber seine Messdaten auch verwalten können möchte, fehlt nun noch ein Account auf dem Webserver, der nebst einer grafischen Benutzeroberfläche auch eine Datenbank für die Messergebnisse bietet. Jetzt geht es zum ersten Wiegen:

74,2 KG. Ah ja. So etwa hatte ich´s erwartet. Das Ergebnis wird sofort in der Übersicht meiner Waagenbenutzer auf dem Rechner angezeigt, wohin es kabellos gelang. Kleines Problem: Ich hatte noch gar keinen Benutzer angelegt. Jetzt steht da “unbekannter Benutzer”. Also: Wert löschen, Benutzer Guido anlegen, Größe, geschätztes Gewicht – daran soll mich die Waage erkennen. Wiegen, zurück zum PC. Tatsächlich! Übermittelt wurde mein Gewicht, der Fettanteil daran, der BMI. Toll! Gleich die Kinderchen auf die Waage. Klappt. Die Waage weist die Benutzer richtig zu und liefert die Daten brav auf meine Auswertungsgrafik. Nach etwas Suchen finde ich auch die passende und kostenlose iPhone Applikation, die die Messwerte schon nach dem ersten Starten und der Eingabe der zuvor im Web vergebenen Benutzerkennung kennt und grafisch anzeigt. Und da wir schon mal im Web sind, könnte man die Messwerte jedes einzelnen Benutzers auch automatisch

  • bei jeder Messung
  • einmal täglich
  • oder einmal wöchentlich twittern!

Doch damit nicht genug. Die Waage spricht bei Bedarf auch mit Google Health oder gibt alle Messergebnisse und Grafiken einfach ´public´ im Internet frei. Das lassen wir lieber aber für schlecht motivierte Abnehmwillige könnte es schon ein Ansporn sein, die Gewichtsdaten mit anderen zu “teilen”. Interessant könnte die Technik auch für ambulante Pflegedienste oder Dialysen sein, die das Gewicht ihrer Patienten im Auge haben wollen. Wie gesagt: Die Daten liegen in der Webcloude, sind aber nicht öffentlich zugänglich wenn dies der Benutzer nicht explizit so einrichtet.

Mein Fazit nach den ersten Stunden mit der Withings: Ein MUST HAVE. Prima, das Teil.

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