Archive for the ‘Apple’ Category

Withings – Die Körperwaage mit Webanschluss

Monday, March 1st, 2010
Zog heute bei uns ein: die twitternde iPhone App Internetdatenbank- Webcloude- Waage “Withings Körperwaage WLAN

Als es vor einigen Jahren hiess, dass in einer nicht mehr allzu fernen Zukunft quasi jedes Haushaltsgerät online sein würde, konnte man sich das noch nicht so richtig vorstellen. Man dachte damals allenfalls an Kühlschränke, die automatisch eine Warenbestellung auslösen, wenn z.B. die Milch ausginge und hielt das für ziemlich überflüssig. Heute ist das Internet bereits allgegenwärtig. Im Haushalt aber, hat es noch nicht den prophezeiten Einzug gehalten.

Das ändert sich bei mir mit dem heutigen Tage, denn ab heute nutzen wir Withings. Withings ist zunächst eine normale Personenwaage, wie sie in vielen Haushalten im Bad steht. Nach dem Auspacken wird sie zuerst per USB an den Rechner angeschlossen um eine Berechtigung für das häusliche WLAN einzurichten – und schon beginnt sie sich von den üblichen Badezimmerwaagen zu unterscheiden. Ist diese WLAN Konfiguration erledigt, kann fast schon die erste Messung losgehen. Da man aber seine Messdaten auch verwalten können möchte, fehlt nun noch ein Account auf dem Webserver, der nebst einer grafischen Benutzeroberfläche auch eine Datenbank für die Messergebnisse bietet. Jetzt geht es zum ersten Wiegen:

74,2 KG. Ah ja. So etwa hatte ich´s erwartet. Das Ergebnis wird sofort in der Übersicht meiner Waagenbenutzer auf dem Rechner angezeigt, wohin es kabellos gelang. Kleines Problem: Ich hatte noch gar keinen Benutzer angelegt. Jetzt steht da “unbekannter Benutzer”. Also: Wert löschen, Benutzer Guido anlegen, Größe, geschätztes Gewicht – daran soll mich die Waage erkennen. Wiegen, zurück zum PC. Tatsächlich! Übermittelt wurde mein Gewicht, der Fettanteil daran, der BMI. Toll! Gleich die Kinderchen auf die Waage. Klappt. Die Waage weist die Benutzer richtig zu und liefert die Daten brav auf meine Auswertungsgrafik. Nach etwas Suchen finde ich auch die passende und kostenlose iPhone Applikation, die die Messwerte schon nach dem ersten Starten und der Eingabe der zuvor im Web vergebenen Benutzerkennung kennt und grafisch anzeigt. Und da wir schon mal im Web sind, könnte man die Messwerte jedes einzelnen Benutzers auch automatisch

  • bei jeder Messung
  • einmal täglich
  • oder einmal wöchentlich twittern!

Doch damit nicht genug. Die Waage spricht bei Bedarf auch mit Google Health oder gibt alle Messergebnisse und Grafiken einfach ´public´ im Internet frei. Das lassen wir lieber aber für schlecht motivierte Abnehmwillige könnte es schon ein Ansporn sein, die Gewichtsdaten mit anderen zu “teilen”. Interessant könnte die Technik auch für ambulante Pflegedienste oder Dialysen sein, die das Gewicht ihrer Patienten im Auge haben wollen. Wie gesagt: Die Daten liegen in der Webcloude, sind aber nicht öffentlich zugänglich wenn dies der Benutzer nicht explizit so einrichtet.

Mein Fazit nach den ersten Stunden mit der Withings: Ein MUST HAVE. Prima, das Teil.

MacBook Air Scharniere defekt

Saturday, February 27th, 2010

Vor drei Wochen krachte es beim Aufklappen meines MacBook Air. Das linke Scharnier, das das Bildschirmgehäuse mit der Basis des Laptops verbindet, war ausgebrochen. Zwei Tage später krachte es auch rechts und der Deckel hatte keinen Halt mehr. Mein erster Weg führte mich ins Internet auf die Supportseiten von Apple. Ich bin nicht der einzige, bei dem es bei normaler Nutzung des mobilen Rechners gekracht hat. Apple beschreibt das Problem als bekannten Materialfehler und tauscht die Scharniere kostenlos aus. Ich fand anschliessend Dutzende von Blogs, deren Autoren mit dem selben Fehler beim MacBook Air zu tun haben.

Diese Woche dann die Überraschung: Die Reparaturfirma meldet sich um mitzuteilen, dass Apple vermutlich die Kosten nicht übernehmen werde, weil es eine Vorbeschädigung am Bildschirmgehäuse gibt.

Stimmt. Das MacBook Air war vor über einem Jahr an einer Ecke mal unsanft angeschlagen, was eine kleine Deformation an einer der 4 Ecken zur Folge hatte. Ein Zusammenhang mit dem Scharnierschaden besteht zwar nicht – wie auch Apple urteilt. Allerdings lassen die Garantierichtlinien Apples nicht zu, dass ein Bauteil auf Garantie ausgetauscht wird, dass -auch an anderer Stelle- eine Beschädigung aufweist. Das ist in etwa so, als würde Toyota seine abbrechenden Gaspedale nicht austauschen, wenn der Gummibelag des betroffenen Pedals Abnutzungsspuren aufweist. Kann doch nicht sein, oder?

Nebenbei bemerkt: In der selben Woche der MacBook Air Katastrope hauchte mein eineinhalbjähriger Apple WLAN Accesspoint  Airport Express sein Leben aus. Er hing mit letalem Fieber (heisst heisser als heiss) in der Steckdose, gab keine Funkwelle und auch kein Funktionslicht mehr von sich. Ein 100.-€ Schaden nach 18 Monaten. Ok. Nicht schön, aber verkraftbar.

Aber zurück zum MacBook Air: Die Scharniere hängen fest am Deckel und damit am Monitor und dessen Gehäuse. Um die Scharniere zu reparieren, muss man den Monitor austauschen, was über 500.- € kostet. Bisher war die kleine vorbestehende Deformation hächstens eine optische, aber keine funktionale Einschränkung. Nun wird sie zum Gegenstand einer Verhandlung zwischen Apple und mir.  Wie das wohl ausgeht? Ob sich der grosse und bisher bei mir hoch im Kurs stehende Apple Konzern tatsächlich weigert, den von ihm selbst beschriebenen Materialfehler wegen einer Formalität auf seine Kosten beheben zu lassen? Ich bin gespannt!

Immerhin kümmert sich ein persönlich zugewisener Supportmitarbeiter um die Problematik. Dessen Kontaktdaten gebe ich gerne allen Leidensgenossen weiter, deren MacBook Air den selben Fehler aufweist. Bitte einfach über die Kommentarfunktion unter dem Artikel anfragen. Gemeinsam erreichen wir bestimmt mehr beim Designkonzern Apple, dessen Hardwarematerial offenbar beim Premiumprodukt MacBook Air Schwächen aufweist. Seine Kundenorientierung tut es aber möglicherweise auch?


Hammergeile Kopfhörermusik
aus der Vergangenheit

Sunday, February 7th, 2010

Also das ist wirklich eine zauberhafte Platte! Der frühere Schlagerfuzzi und heutige Rocker Peter Maffay hat mal wieder ein Meisterwerk produziert. Musik ohne jede Tricks. Aus einem lebenslangen Schaffen hat er die schönsten Werke herausgezupft und neu arrangiert. Piefige 70er Schlager wie die schnulzige Geschichte des 17jährigen Jünglings, der in “Es war Sommer”, dem musikalischen Alptraum meiner Jugend agiert, werden plötzlich zu Meisterwerken. Und auch der seinerzeit aus der DDR importierte Karat Song “Über sieben Brücken” bekommt eine Kraft, die er nie hatte. Bei Karat schon gar nicht, bei Maffay aber auch nicht. Der Tabaluga Song “Nessaja” hatte schon immer diese Power und kann im Kontext dieses Werkes dennoch noch einmal einen draufsetzen. Bei “So bis Du” denkt mann nicht mehr an Käseigel, Bowle, Knautschsäcke, psychedelische Tapeten und bewusstseinserweiternde Substanzen, sondern eher an eine Gospelmesse. In “Schatten in die Haut tätowiert” dominiert musikalisch ein Dobro den Rhythm and Blues Sound. Ich bin begeistert. Empfehlung: anhören, kaufen!

Die Neue heisst “blippy”

Saturday, February 6th, 2010

Die neueste Erfindung sozialen Netzwerkens heisst “blippy”. Ob “blippy” wirklich “fun” bietet, wie die Seite verspricht, oder doch eher etwas für Vollidioten ist, die sich in aller Öffentlichkeit abzocken lassen wollen, wird sich wohl noch herausstellen müssen.

Worum geht es? Auf “blippy” gibt man seine Kreditkartendaten  und die Logins für Onlineshops ein, die man nutzt. “blippy” sagt, man “teile” diese Daten nur mit “vertrauenswürdigen Dritten”. Ob “blippy” allerdings seinerseits vertrauenswürdig ist, weiss man nicht. “blippy” nutzt die Accountdaten jedenfalls, um die Einkäufe, die man getätigt hat, über seine Website zu publizieren. So sollen die Konsumenten mit ihren Network-Friends über das Gekaufte ins Gespräch kommen können.

Datenschützern treibt sicher allein der Gedanke an “blippy” den Schweiß auf die Stirn und bereitet ihnen vermutlich zudem auch schlaflose Nächte. Ein Unterschied zur längst ausgebrochenen Datensammelwut der Payback-Kundenkartenindustrie besteht allerdings: Bei “blippy” bestimmt der Nutzer selber, was er bekannt gibt und was nicht. Bei jedem Zahlen an der EDEKA Kasse werde ich z.B. nach der Deutschland Card gefragt, bei MIGROS nach Clumuluskarte bei COOP nach der Supercard usw. Hätte ich solche Karten, was würden die Firmen mit meinen Daten tun? Welche Informationen haben sie sowieso, weil ich kaum je mit Bargeld bezahle? Also egal: ich habe mich zu einem übersichtlich eingeschränkten “blippy” Test entschieden und präsentieren hier auf der Website zukünftig rechts in der Sidebar unter “Social Networking” meinen Einkäufe von Musik, E-Books und Software im Apple Store iTunes. Mal gucken?

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Update am 07.03.2010, 5 Wochen nach schreiben des obigen Textes: Blippy scheint ein Rohrkrepierer zu sein. Trotz vielfältiger Aktivitäten auf iTunes zeigt Blippy nach 5 Wochen noch immer die selben Daten an, wie am ersten Tag. Bei diesem Servicelevel ist der Dienst Müll. Werde weiter beobachten, ob das so bleibt. Wenn ja, wird abgeschaltet.

Displax Folie: Computer Display
und Eingabegerät der Zukunft?

Wednesday, February 3rd, 2010

Die portugiesische Firma Displax hat in dieser Woche eine “Multitouch-Folie” vorgestellt, die auf nahezu jeden Untergrund aufgebracht werden und die Navigation auf der grafischen Oberfläche von Computern revolutionieren könnte. Heute ist dieses noch die Domäne von Computermäusen – mal abgesehen von drucksensitiven Bildschirmen wie jene beim iPhone oder bei Fahrkartenautomaten.  Damit aber nicht genug denn herkömmliche Bildschirme werden ebenfalls überflüssig. Auch die Visualisierung übernimmt die neue schlaue Folie.

Mit der neuen Technologie kann die jede nichtleitende flache oder gekrümmte, transparente oder lichtundurchlässige Oberfläche in einen Multitouch-Bildschirm verwandelt werden. Die DISPLAX Multitouch-Technologie basiert auf einer hauchdünnen transparenten Polymerfolie. Bringt man die Folie auf Glas, Plastik oder auch Holz auf, wird daraus eine interaktive Oberfläche, die auch in großformatigen Installationen zum Einsatz kommt. Die Inhalte werden mit einem Projektor auf das Material projiziert.

Zurzeit erkennt die Technologie auf einem 50-Zoll-Display gleichzeitig bis zu 16 Finger von verschiedenen Nutzern. Auch LCD-Monitore werden auf diese Weise zu Multitouch-Displays. DISPLAX schafft mit der Folie völlig neue Möglichkeiten: Zum einen lassen sich dank ihrer Flexibilität eine Vielzahl interaktiver Formate mit einer Diagonalen von bis zu drei Metern verwirklichen, selbst Kugeln. Zu anderen ist die Folie äußerst empfindlich – so empfindlich, dass Nutzer nicht nur durch Berührungen mit ihr interagieren können. Erstmals erkennt die DISPLAX Multitouch-Technologie auch Luftbewegungen: Objekte, wie zum Beispiel Fotos oder Dokumente, lassen sich durch Pusten auf der Oberfläche bewegen. Mit dieser Neuentwicklung weist DISPLAX den Weg für eine Vielzahl zukunftsweisender Applikationen und macht sie unter anderem für LCD-Hersteller, audiovisuelle Integratoren oder Gaming-Plattformen interessant.

Im klinischen Alltag ist die Nutzung für Dashboards oder Infoscreens vorstellbar, die in einigen innovativen Häusern heute bereits zum Einsatz kommen. Auch im Kantonsspital Baden wird diese Technologie bereits genutzt.

Displax

Gelesen in der WamS

Sunday, January 31st, 2010

Schon seit einigen Wochen hatte ich vor, jeweils am Sonntag kurz über lesenswerte Artikel in der “Welt am Sonntag” (WamS) zu schreiben. Die Zeitung flattert nach einem geschenkten Probeabo (Dank nach Braunschweig!) seit einigen Wochen all sonntäglich in unsere Zeitungsrolle. Hier also ein erster Versuch zur heutigen Ausgabe.

Auf der ersten Seite stechen gleich zwei Themen ins Auge: Die Überlegungen in der FDP, das Steuergeschenk an die Hoteliers wieder zurückzuziehen und ein weitere Spott-Artikel zu Ministerpräsident Öttingers Englischkünsten. “No I can’t” kam als billige Fälschung offenbar nicht an.

Dann erklärt die Kanzlerin zur 100 Tage Bilanz der Regierung auf über einer (der grossen) Seiten der WamS, CDU und FDP hätten ein unterschiedliches Staatsverständnis. Weiter hinten im Blatt wird die FDP “Egoistenpartei” genannt. Wer würde da widersprechen?

In einer bemerkenswerten Kolumne zollt Wolfgang Clement dem SPD Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel seinen Respekt für dessen Reaktion auf das neuerliche Abtreten Oskar Lafontains. Finde ich auch. Hat er gut gemacht.

Ein Karikaturmännchen fragt Steve Jobs was er tue, wenn der iPad von den Kunden  nicht gekauft würde? Der antwortet: “Dann nennen wir es iFlopp.” Dazu wird es wohl kaum kommen. In der Rubrik “Forum” schreibt der Autor Ulf Poschardt: “Mit jedem neuen Computer wächst die Wissenskluft.” Lesenswert!

Eine Seite nach Steve Jobs eine weitere “Kultfigur”. Dieter Bohlen wird als “Held des einfachen Konsumenten” gefeiert. Ein zweifelhafter Titel, aber wohl gut bezahlt. Dann eine Buchbesprechung. “Radio Heimat” scheint ein interessantes wie erschwingliches Buch über die Menschen des Ruhrgebiets der 1970er und frühen 1980er Jahre zu sein. 14,95 €. Dann der Sportbund. Bei mir noch vor dem lesen Altpapier.

Dass die ehemalige Zonengrenze einen “Proll-Meridian” markieren solle, hätte ich so nie behauptet. Ein überzogener Artikel über Neufünfland, Unterschichtengeschmack, Proletarisierung und weiterer verbaler Entgleisungen.

Es folgt ein Bund über Südafrika. Da ist demnächst wohl irgendwas Sportliches… Siemens liefert vielleicht neue Schnellzüge an die Bahn. Tauwetter kann Dachlawinen auslösen. Aha.

Und dann, fast auf der letzten Seite, endlich ein Bericht über den iPad. Den kenne ich aber schon. Der ist doch seit mindestens einem Tag schon auf der welt.de Website!? Einer der übliche Verrisse. Abwarten!

Interessant ist auch bei dieser Gelegenheit einen Bick in die schweizerische Sonntagszeitung zu werfen. Während in Deutschland diskutiert wird, ob der Staat eine ihm angebotene Kontoliste deutscher Steuerflüchtlinge kaufen soll, geht man in der Schweiz der Frage nach, ob ein Drittstaat in der Schweiz illegal beschaffte, also geklaute Bankdaten kaufen darf. Diese Frage ist mehr als berechtigt. Wo kommen wir den hin, wenn Usus wird, dass sich Staaten in aller Öffentlichkeit Daten von ausländischen Unternehmen besorgen, die denen geklaut wurden? Es wäre ja ein interessantes Geschäftsmodell für jeden bisher redlich sein Geld erwerbenden Bankkaufmann, sich bei einer Schweizer Bank anstellen zu lassen um deren Daten zu stehlen, die dann der deutsche Staat zu seinem finanziellen Segen kauft. Das geht doch nicht! Hier muss ein Staatsvertrag her der regelt, wie mit dem Bankgeheimnis einerseits und der Steuerflucht andererseits zwischen den Nachbarländern umgegangen werden soll.

Vorankündigung: Apple Newton Test

Friday, January 29th, 2010

Im Laufe des Wochenendes werde ich mal meinen Apple Newton aus dem Jahre 1993 aus dem Keller holen, ihn in der Hoffnung, dass er noch laufe, anschliessen und dann einem umfassenden Test unterziehen. Ob ich mit der Bedienung des ehemals treuen Begleiters noch zurecht komme? Ich bin gespannt.

Und schon kommen Erinnerungen hoch: Natürlich wäre damals die Nutzung des angeflanschten Modems, das ich seinerzeit in München zur Versendung von ‘elektronischer Post’  kaufte erfolgreicher gewesen, wenn wenigstens irgendeiner meiner Bekannten über eine Mailadresse verfügt hätte. So musste man sich mit der Kommunikation mit Wildfremden begnügen, die sich wie ich Schneekönig-arig freuten, dass solcherlei Kommunikation überhaupt möglich ist. Man traf sich erstmals virtuell, damals bei ‘NOSE’ ansässig in Zürich, den ‘Newton Owners Switzerland and Europe’. Das waren Zeiten…

iPad im Spiegel der veröffentlichten Meinung

Friday, January 29th, 2010

Warum nur, so fragt man sich, kommt das vor zwei Tagen von Apple vorgestellte “iPad” eigentlich so schlecht in der Presse weg? Sind es tatsächlich die höheren Erwartungen, die der Hype um das Gerät im Vorfeld geschürt hatte? Sind es wirklich die als unzureichend empfundenen technischen Spezifikationen, wie die fehlende Multitaskingfähigkeit? Ich glaube das nicht.

Was wir zu lesen bekommen ist die veröffentlichte, nicht aber die öffentliche Meinung. Die Webseitenbetreiber und Blogger dieser Welt sind gespalten: die einen, wie ich, begeistert. Die anderen enttäuscht. Nein, ein High-End Computer, der allen Ansprüchen an ein digitales Office im DIN A4 Format gerecht wird, ist das iPad wohl noch nicht. Muss er aber auch (noch) nicht sein. Was seinen Nutzen ausmacht kann man erahnen, wenn man die teilweise niederschmetternden Artikel der Printmedien über das Gerät verfolgt: In den Verlagen kursiert die nackte Angst, dass mit diesem Entwicklungsschritt der Computerrei nun endgültig ein Massensterben der Druckerpressen beginnt. Ob das wirklich so ist? Ob sie die Menschen sich wirklich von ihrer papierenen Morgenzeitung oder ihrem Wochenmagazin und dicken Schmökern verabschieden? Egal. Die Angst geht um. Es ist etwas Grosses im Busch.

Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob das Gerät mehr oder weniger kann, als die seit Jahren auf dem Markt befindlichen Tablet PCs. Ob iPads in Massen gekauft, genutzt und geliebt werden, ist die einzig relevante Frage. Obwohl Vorhersagen immer dann besonders schwer sind, wenn sie die Zukunft betreffen, will ich mal eine riskieren: Das iPad wird das Verhältnis weiterer breiter heute noch computerferner Schichten zur Nutzung von Computern komplett verändern. Somit steigt die Zahl der Anwender von Computertechnologie weiter an, wie ich erwarte. Gleichzeitig verändert sich das Nutzungsverhalten und die Orte der Computernutzung weiterer Personenkreise. Sass man zuletzt noch in einer Ecke des Wohnzimmers am PC, der nur zu definierten Gelegenheiten eingeschaltet wurde, so wird man jetzt erleben, dass das Garät stets griffbereit in der guten Stube liegt. Ob schnell mal etwas bei den Hausaufgaben gegoogelt werden muss, oder auch die eMails abgerufen werden sollen; die Arbeit am Computer muss nicht mehr geplant werden, geht nicht mit minutenlangen Startprozeduren einher und stört auch optisch die Wohlfühlatmosphäre des Raumes nicht mehr, wie es der Wohnzimmer-Fremdkörper PC noch tut. Wer genügend Räume hat, hat dem Rechner vielleicht sogar ein “eigenes Zuhause” in einem Büroraum gegeben. Dieses Zimmer kann künftig wohl wieder anderweitig disponiert werden.

Veränderungpotenzial gewohnter Abläufe gibt es reichlich. Ein weiteres Beispiel? Hier ist es: Wieso müssen Schulkinder eigentlich immer noch 10KG schwere Tornister voller Bücher mit sich herumschleppen?

Das Wichtigste im Zusammenhang mit der Einführung des iPad aber ist, dass die Affinität der Menschen zum Computer mit dem flachen Apple Pad eine andere werden dürfte, sie eine weitere Entwicklungsstufe erklimmt. Das nützt der Entwicklung der Gesellschaft, die zusehens weniger in solche, die keinen Mausführerschein besitzen und jene, die Tag und Nacht online sind, gespaltet bleibt. Dieses wiederum dient des Ausbaus der Kokurrenzfähigkeit einer Gesellschaft auf den Weltmärkten, da auch die prozessunterstützende Anwendung von Rechnern im beruflichen Alltag für viele Menschen wieder ein Stück selbstverständlicher geworden sein wird und sich dadurch neue Chancen für effiziente Arbeitsabläufe ergeben.

Ob das iPad nun als technische Innovation ein grosser Wurf ist oder eher nicht – soziologisch ist seine Markteinführung aller Voraussicht nach ein bedeutsamer Entwicklungsschritt unseres Zeitalters.

iPad – Alle offiziellen Details

Thursday, January 28th, 2010


Jetzt gibt es die lang ersehnten Informationen aus erster Hand. Alles über das iPad auf der US Website von Apple.

Livekommentar zur Apple Keynote

Wednesday, January 27th, 2010

  • 20:24 Jetzt muss es nur noch geliefert werden :-)
  • 20:21 bis 829$
  • 20:17 Preise: ab 500 US$
  • 20:17 kein SIM Lock!!!
  • 20:16 WLAN haben natürlich alle
  • 20:15 Es gibt Pads mit und ohne UMTS!
  • 20:14 Sync mit iPhone Kabel
  • 20:13 iBeamen soll auch gehen!?
  • 20:12 iWorks kostet nur 10 US$
  • 20:11 Jetzt wird es wohl auch für MS Office eng -> iWorks4iPad
  • 20:08 Zeit, ein paar Reaktionen auf Facebook und so zu sichten
  • 20:00 Noch mehr Software: iWork für iPad
  • 19:59 Hihi, man kann die Schriftart seiner Bücher selber wählen
  • 19:58 Ob es zum Start auch schon deutsche Bücher gibt?
  • 19:55 “Amazon’s done a great job of pioneering this technology with their ebook reader.” LOL
  • 19:55 eine Digitale…
  • 19:54 Das ist wirklich wieder einmal eine Revolution
  • 19:53 Die Gerüchteküche hat nicht zuviel versprochen: Jetzt die iBooks!
  • 19:50 Sind wohl alle abgelenkt. Oder ist Twitter down?
  • 19:49 Es Twittert gar keiner
  • 19:47 Runterkommen: man kann darauf malen, ok. Standard ;-)
  • 19:46 Hyperventilationsgefahr. Das ist echt zuviel auf einmal
  • 19:43 Zur Kasse bitte: iPad-Version der New York Times
  • 19:42 Ich will einen. Jetzt! Mit 64 GB
  • 19:39 Noch gibts ihn nicht auf der Apple Shopseite :-)
  • 19:37 Filme in HD auf dem Pad
  • 19:35 Die iPhone Apps laufen auch auf dem iPad
  • 19:33 680 Gramm leicht
  • 19:32 10 Stunden Akku
  • 19:31 Das iPad ist 1,2 cm dünn! 16 bis 64 GB Speicher
  • 19:29 erste Bilder vom neuen iTunes und iPhoto
  • 19:26 Die Gerüchte scheinen so ziemlich alle wahr gewesen zu sein, was die Funktionen des iPad betrifft
  • 19:23 Alle Server sind überlastet
  • 19:20 Neuer Terminkalender und neues Mailprogramm
  • 19:14 geil :-)
  • 19:12 Das erste iPad Bild!!!
  • 19:06 Steve Jobs ist da
  • 19:05 Immer noch Funkstille auf allen Kanälen
  • 19:02 Noch kein Live Audio Stream bei touchtalk.at
  • 19:01 Was nun? Alles dunkel. Netze zusammengebrochen?
  • 19:00 Letztes Gerücht: heute keine bestellbaren Produkte
  • 18:57 Live Ticker läuft
  • 18:55  gleich geht’s los…