Archive for the ‘Apple’ Category
Bestellt!
Monday, May 10th, 2010“Guido Finder” Geoposition mit Google Latitude
Saturday, May 1st, 2010
Bisher war die Anzeige meiner Geoposition auf der Homepage dieser Website metergenau dargestellt. Ortsfremde Besucher konnten sich so kaum einen Eindruck über meinen Standort machen, da der Zoomfaktor einfach zu groß war. Diese Anzeige habe ich nun geändert. Es wird nun der Standort und die Region drumherum gezeigt. Wer weiterhin die metergenaue Ortsangabe wünscht, kann sich bei Google Latitude registrieren und sich durch Hinzufügen meiner Mailadresse mail[ät]guido-burkhardt.de meinem Kontaktnetzwerk auf Latitude anschliessen.
Übrigens: Ich nutze das iPhone für die Übertragung der Geopositionsdaten, das hierfür keine App benötigt. Latitude wird einfach im Browser des Mobiltelefons aufgerufen und aktualisiert den ermittelten Standort -falls gewünscht- automatisch. Auch eine Eingabe von Hand ist allerdings möglich, wozu jeder beliebige auch nicht-mobile Internetzugang benutzt werden kann.
Alle Infos dazu gibt es bei Google Latitude.
Swisscom SIM Karte in T-Mobile iPhone
Saturday, May 1st, 2010
Wer sowohl ein deutsches Telekom iPhone, als auch eine SIM Karte der Swisscom besitzt, könnte ja wie ich auch die Idee kommen auszuprobieren, ob die schweizer Karte vom deutschen Handy akzeptiert wird.
Ich hab´s probiert. Leider Fehlanzeige. Per SIM Lock sperrt die Deutsche Telekom offenbar auch von ihr subventionierte Geräte, deren SIM Karte eigentlich per Flatrate zur unbegrenzten Nutzung vorgesehen sind. Durch die Flatrate entstünden dem Telefonanbieter ja gar keine Nachteile, außer, ja außer man steckt eben im Ausland eine nationale andere Karte ein. Besonders kundenfreundlich ist das ja nicht, oder?
Statt der erhofften Möglichkeit zum Inlandstarif zu telefonieren hiess es im Display nur “kein Netz“.
Backupstrategie für Privatleute wie mich
Sunday, April 11th, 2010
Es war kein verregneter Tag heute. Aber es war ein solcher vorhergesagt und das reichte mir aus, mich mit Bergen von Papier zu beschäftigen, die sich im heimischen Büro angesammelt hatten und die inzwischen, 13 Stunden später, auch tatsächlich alle verschwunden sind. Einiges muss man aufbewahren, anderes wie irgendwelche wichtigen Zettel, Briefe, Belege und so weiter aber nun wieder nicht. Was das Finanzamt zum Beispiel dereinst sehen möchte, muss im Original abgeheftet werden. Aber der ganze andere Kram?
Ich scanne alle Unterlagen, die in ihrem Ursprung papieren vorliegen, ein. Anfangs nahm ich dafür ein Nuance Programm namens “PaperPort” zur Hilfe aber erstens stürzt dieses seit geraumer Zeit immer wieder unmotiviert ab und zweitens kommt man auch ohne ein solches Tool zurecht. Wichtig ist, dass es eine Filestruktur gibt, in der man die Dinge wiederfindet.
Doch was passiert, wenn die Festplatte crasht? So etwas kommt vor und ist auch mir schon zwei mal passiert. Ich setze auf folgende Strategie:
- Meine Daten werden ganz herkömmlich auf dem Rechner gespeichert, auf dem ich sie erfasse oder bearbeite
- In regelmäßigen Abständen fertigt der Rechner mit Hilfe der “Time-Capsule” und einer entsprechenden Software ein Abbild aller Daten auf einer externen Festplatte an, die in der Time-Capsule steckt und als NAS (Network attached Storage) bezeichnet werden kann.
- Die Time-Capsule wiederum wird manuell von Zeit zu Zeit mit einem weiteren NAS Device gesichert.
- Da im Falle eines Falles alle diese Geräte und auch ein Teil der Originalakten in einem einzigen Raum untergebracht sind, nämlich meinem Home Office, synchronisiere ich die Daten zusätzlich in der Webcloud. Es gibt viele Anbieter, die Speicherplatz auf ihren Rechnern zur Verfügung stellen. Ich selber nutze die nicht kostenfreie Variante MobileMe von Apple. Dies erstens wegen des Servicelevels (wer garantiert, dass ein Gratisanbieter nicht einfach vom Markt verschwindet und mit ihm meine Daten) und zweitens wegen des Schutzes meiner Daten, die so -so die Hoffnung- Unbefugten nicht zur Verfügung stehen.
Und? Lohnt sich der ganze Aufwand? Für mich schon, denn über die NAS Devices können auch alle anderen Computer im heimischen Netzwerk auf die Daten zugreifen. Sind solche nicht vorhanden, reicht vielleicht auch eine lokale Version der Dateien auf dem eigenen Rechner PLUS einer Webkopie z.B. bei MobileMe. Jedem, der gelegentlich aber auch schon mal Daten versehentlich löscht, sei dennoch die Time-Capsule empfohlen, denn die kann Daten, wie sie zu einem fast beliebigen Zeitpunkt einmal auf den per WLAN angebundenen Rechnern waren, wiederherstellen. Nebenbei ist ganz praktisch, dass sie auch noch einen WLAN Sender, einen so genannten Access Piont enthält und zudem das drahtlose Drucken von allen Rechnern im Heim-Netzwerk ermöglicht.
Withings – Die Körperwaage mit Webanschluss
Monday, March 1st, 2010
Zog heute bei uns ein: die twitternde iPhone App Internetdatenbank- Webcloude- Waage “Withings Körperwaage WLAN“
Als es vor einigen Jahren hiess, dass in einer nicht mehr allzu fernen Zukunft quasi jedes Haushaltsgerät online sein würde, konnte man sich das noch nicht so richtig vorstellen. Man dachte damals allenfalls an Kühlschränke, die automatisch eine Warenbestellung auslösen, wenn z.B. die Milch ausginge und hielt das für ziemlich überflüssig. Heute ist das Internet bereits allgegenwärtig. Im Haushalt aber, hat es noch nicht den prophezeiten Einzug gehalten.
Das ändert sich bei mir mit dem heutigen Tage, denn ab heute nutzen wir Withings. Withings ist zunächst eine normale Personenwaage, wie sie in vielen Haushalten im Bad steht. Nach dem Auspacken wird sie zuerst per USB an den Rechner angeschlossen um eine Berechtigung für das häusliche WLAN einzurichten – und schon beginnt sie sich von den üblichen Badezimmerwaagen zu unterscheiden. Ist diese WLAN Konfiguration erledigt, kann fast schon die erste Messung losgehen. Da man aber seine Messdaten auch verwalten können möchte, fehlt nun noch ein Account auf dem Webserver, der nebst einer grafischen Benutzeroberfläche auch eine Datenbank für die Messergebnisse bietet. Jetzt geht es zum ersten Wiegen:
74,2 KG. Ah ja. So etwa hatte ich´s erwartet. Das Ergebnis wird sofort in der Übersicht meiner Waagenbenutzer auf dem Rechner angezeigt, wohin es kabellos gelang. Kleines Problem: Ich hatte noch gar keinen Benutzer angelegt. Jetzt steht da “unbekannter Benutzer”. Also: Wert löschen, Benutzer Guido anlegen, Größe, geschätztes Gewicht – daran soll mich die Waage erkennen. Wiegen, zurück zum PC. Tatsächlich! Übermittelt wurde mein Gewicht, der Fettanteil daran, der BMI. Toll! Gleich die Kinderchen auf die Waage. Klappt. Die Waage weist die Benutzer richtig zu und liefert die Daten brav auf meine Auswertungsgrafik. Nach etwas Suchen finde ich auch die passende und kostenlose iPhone Applikation, die die Messwerte schon nach dem ersten Starten und der Eingabe der zuvor im Web vergebenen Benutzerkennung kennt und grafisch anzeigt. Und da wir schon mal im Web sind, könnte man die Messwerte jedes einzelnen Benutzers auch automatisch
- bei jeder Messung
- einmal täglich
- oder einmal wöchentlich twittern!
Doch damit nicht genug. Die Waage spricht bei Bedarf auch mit Google Health oder gibt alle Messergebnisse und Grafiken einfach ´public´ im Internet frei. Das lassen wir lieber aber für schlecht motivierte Abnehmwillige könnte es schon ein Ansporn sein, die Gewichtsdaten mit anderen zu “teilen”. Interessant könnte die Technik auch für ambulante Pflegedienste oder Dialysen sein, die das Gewicht ihrer Patienten im Auge haben wollen. Wie gesagt: Die Daten liegen in der Webcloude, sind aber nicht öffentlich zugänglich wenn dies der Benutzer nicht explizit so einrichtet.
Mein Fazit nach den ersten Stunden mit der Withings: Ein MUST HAVE. Prima, das Teil.
MacBook Air Scharniere defekt
Saturday, February 27th, 2010
Vor drei Wochen krachte es beim Aufklappen meines MacBook Air. Das linke Scharnier, das das Bildschirmgehäuse mit der Basis des Laptops verbindet, war ausgebrochen. Zwei Tage später krachte es auch rechts und der Deckel hatte keinen Halt mehr. Mein erster Weg führte mich ins Internet auf die Supportseiten von Apple. Ich bin nicht der einzige, bei dem es bei normaler Nutzung des mobilen Rechners gekracht hat. Apple beschreibt das Problem als bekannten Materialfehler und tauscht die Scharniere kostenlos aus. Ich fand anschliessend Dutzende von Blogs, deren Autoren mit dem selben Fehler beim MacBook Air zu tun haben.
Diese Woche dann die Überraschung: Die Reparaturfirma meldet sich um mitzuteilen, dass Apple vermutlich die Kosten nicht übernehmen werde, weil es eine Vorbeschädigung am Bildschirmgehäuse gibt.
Stimmt. Das MacBook Air war vor über einem Jahr an einer Ecke mal unsanft angeschlagen, was eine kleine Deformation an einer der 4 Ecken zur Folge hatte. Ein Zusammenhang mit dem Scharnierschaden besteht zwar nicht – wie auch Apple urteilt. Allerdings lassen die Garantierichtlinien Apples nicht zu, dass ein Bauteil auf Garantie ausgetauscht wird, dass -auch an anderer Stelle- eine Beschädigung aufweist. Das ist in etwa so, als würde Toyota seine abbrechenden Gaspedale nicht austauschen, wenn der Gummibelag des betroffenen Pedals Abnutzungsspuren aufweist. Kann doch nicht sein, oder?
Nebenbei bemerkt: In der selben Woche der MacBook Air Katastrope hauchte mein eineinhalbjähriger Apple WLAN Accesspoint Airport Express sein Leben aus. Er hing mit letalem Fieber (heisst heisser als heiss) in der Steckdose, gab keine Funkwelle und auch kein Funktionslicht mehr von sich. Ein 100.-€ Schaden nach 18 Monaten. Ok. Nicht schön, aber verkraftbar.
Aber zurück zum MacBook Air: Die Scharniere hängen fest am Deckel und damit am Monitor und dessen Gehäuse. Um die Scharniere zu reparieren, muss man den Monitor austauschen, was über 500.- € kostet. Bisher war die kleine vorbestehende Deformation hächstens eine optische, aber keine funktionale Einschränkung. Nun wird sie zum Gegenstand einer Verhandlung zwischen Apple und mir. Wie das wohl ausgeht? Ob sich der grosse und bisher bei mir hoch im Kurs stehende Apple Konzern tatsächlich weigert, den von ihm selbst beschriebenen Materialfehler wegen einer Formalität auf seine Kosten beheben zu lassen? Ich bin gespannt!
Immerhin kümmert sich ein persönlich zugewisener Supportmitarbeiter um die Problematik. Dessen Kontaktdaten gebe ich gerne allen Leidensgenossen weiter, deren MacBook Air den selben Fehler aufweist. Bitte einfach über die Kommentarfunktion unter dem Artikel anfragen. Gemeinsam erreichen wir bestimmt mehr beim Designkonzern Apple, dessen Hardwarematerial offenbar beim Premiumprodukt MacBook Air Schwächen aufweist. Seine Kundenorientierung tut es aber möglicherweise auch?
Hammergeile Kopfhörermusik
aus der Vergangenheit
Sunday, February 7th, 2010
Also das ist wirklich eine zauberhafte Platte! Der frühere Schlagerfuzzi und heutige Rocker Peter Maffay hat mal wieder ein Meisterwerk produziert. Musik ohne jede Tricks. Aus einem lebenslangen Schaffen hat er die schönsten Werke herausgezupft und neu arrangiert. Piefige 70er Schlager wie die schnulzige Geschichte des 17jährigen Jünglings, der in “Es war Sommer”, dem musikalischen Alptraum meiner Jugend agiert, werden plötzlich zu Meisterwerken. Und auch der seinerzeit aus der DDR importierte Karat Song “Über sieben Brücken” bekommt eine Kraft, die er nie hatte. Bei Karat schon gar nicht, bei Maffay aber auch nicht. Der Tabaluga Song “Nessaja” hatte schon immer diese Power und kann im Kontext dieses Werkes dennoch noch einmal einen draufsetzen. Bei “So bis Du” denkt mann nicht mehr an Käseigel, Bowle, Knautschsäcke, psychedelische Tapeten und bewusstseinserweiternde Substanzen, sondern eher an eine Gospelmesse. In “Schatten in die Haut tätowiert” dominiert musikalisch ein Dobro den Rhythm and Blues Sound. Ich bin begeistert. Empfehlung: anhören, kaufen!
Die Neue heisst “blippy”
Saturday, February 6th, 2010
Die neueste Erfindung sozialen Netzwerkens heisst “blippy”. Ob “blippy” wirklich “fun” bietet, wie die Seite verspricht, oder doch eher etwas für Vollidioten ist, die sich in aller Öffentlichkeit abzocken lassen wollen, wird sich wohl noch herausstellen müssen.
Worum geht es? Auf “blippy” gibt man seine Kreditkartendaten und die Logins für Onlineshops ein, die man nutzt. “blippy” sagt, man “teile” diese Daten nur mit “vertrauenswürdigen Dritten”. Ob “blippy” allerdings seinerseits vertrauenswürdig ist, weiss man nicht. “blippy” nutzt die Accountdaten jedenfalls, um die Einkäufe, die man getätigt hat, über seine Website zu publizieren. So sollen die Konsumenten mit ihren Network-Friends über das Gekaufte ins Gespräch kommen können.
Datenschützern treibt sicher allein der Gedanke an “blippy” den Schweiß auf die Stirn und bereitet ihnen vermutlich zudem auch schlaflose Nächte. Ein Unterschied zur längst ausgebrochenen Datensammelwut der Payback-Kundenkartenindustrie besteht allerdings: Bei “blippy” bestimmt der Nutzer selber, was er bekannt gibt und was nicht. Bei jedem Zahlen an der EDEKA Kasse werde ich z.B. nach der Deutschland Card gefragt, bei MIGROS nach Clumuluskarte bei COOP nach der Supercard usw. Hätte ich solche Karten, was würden die Firmen mit meinen Daten tun? Welche Informationen haben sie sowieso, weil ich kaum je mit Bargeld bezahle? Also egal: ich habe mich zu einem übersichtlich eingeschränkten “blippy” Test entschieden und präsentieren hier auf der Website zukünftig rechts in der Sidebar unter “Social Networking” meinen Einkäufe von Musik, E-Books und Software im Apple Store iTunes. Mal gucken?
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Update am 07.03.2010, 5 Wochen nach schreiben des obigen Textes: Blippy scheint ein Rohrkrepierer zu sein. Trotz vielfältiger Aktivitäten auf iTunes zeigt Blippy nach 5 Wochen noch immer die selben Daten an, wie am ersten Tag. Bei diesem Servicelevel ist der Dienst Müll. Werde weiter beobachten, ob das so bleibt. Wenn ja, wird abgeschaltet.
Displax Folie: Computer Display
und Eingabegerät der Zukunft?
Wednesday, February 3rd, 2010
Die portugiesische Firma Displax hat in dieser Woche eine “Multitouch-Folie” vorgestellt, die auf nahezu jeden Untergrund aufgebracht werden und die Navigation auf der grafischen Oberfläche von Computern revolutionieren könnte. Heute ist dieses noch die Domäne von Computermäusen – mal abgesehen von drucksensitiven Bildschirmen wie jene beim iPhone oder bei Fahrkartenautomaten. Damit aber nicht genug denn herkömmliche Bildschirme werden ebenfalls überflüssig. Auch die Visualisierung übernimmt die neue schlaue Folie.
Mit der neuen Technologie kann die jede nichtleitende flache oder gekrümmte, transparente oder lichtundurchlässige Oberfläche in einen Multitouch-Bildschirm verwandelt werden. Die DISPLAX Multitouch-Technologie basiert auf einer hauchdünnen transparenten Polymerfolie. Bringt man die Folie auf Glas, Plastik oder auch Holz auf, wird daraus eine interaktive Oberfläche, die auch in großformatigen Installationen zum Einsatz kommt. Die Inhalte werden mit einem Projektor auf das Material projiziert.
Zurzeit erkennt die Technologie auf einem 50-Zoll-Display gleichzeitig bis zu 16 Finger von verschiedenen Nutzern. Auch LCD-Monitore werden auf diese Weise zu Multitouch-Displays. DISPLAX schafft mit der Folie völlig neue Möglichkeiten: Zum einen lassen sich dank ihrer Flexibilität eine Vielzahl interaktiver Formate mit einer Diagonalen von bis zu drei Metern verwirklichen, selbst Kugeln. Zu anderen ist die Folie äußerst empfindlich – so empfindlich, dass Nutzer nicht nur durch Berührungen mit ihr interagieren können. Erstmals erkennt die DISPLAX Multitouch-Technologie auch Luftbewegungen: Objekte, wie zum Beispiel Fotos oder Dokumente, lassen sich durch Pusten auf der Oberfläche bewegen. Mit dieser Neuentwicklung weist DISPLAX den Weg für eine Vielzahl zukunftsweisender Applikationen und macht sie unter anderem für LCD-Hersteller, audiovisuelle Integratoren oder Gaming-Plattformen interessant.
Im klinischen Alltag ist die Nutzung für Dashboards oder Infoscreens vorstellbar, die in einigen innovativen Häusern heute bereits zum Einsatz kommen. Auch im Kantonsspital Baden wird diese Technologie bereits genutzt.
Gelesen in der WamS
Sunday, January 31st, 2010
Schon seit einigen Wochen hatte ich vor, jeweils am Sonntag kurz über lesenswerte Artikel in der “Welt am Sonntag” (WamS) zu schreiben. Die Zeitung flattert nach einem geschenkten Probeabo (Dank nach Braunschweig!) seit einigen Wochen all sonntäglich in unsere Zeitungsrolle. Hier also ein erster Versuch zur heutigen Ausgabe.
Auf der ersten Seite stechen gleich zwei Themen ins Auge: Die Überlegungen in der FDP, das Steuergeschenk an die Hoteliers wieder zurückzuziehen und ein weitere Spott-Artikel zu Ministerpräsident Öttingers Englischkünsten. “No I can’t” kam als billige Fälschung offenbar nicht an.
Dann erklärt die Kanzlerin zur 100 Tage Bilanz der Regierung auf über einer (der grossen) Seiten der WamS, CDU und FDP hätten ein unterschiedliches Staatsverständnis. Weiter hinten im Blatt wird die FDP “Egoistenpartei” genannt. Wer würde da widersprechen?
In einer bemerkenswerten Kolumne zollt Wolfgang Clement dem SPD Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel seinen Respekt für dessen Reaktion auf das neuerliche Abtreten Oskar Lafontains. Finde ich auch. Hat er gut gemacht.
Ein Karikaturmännchen fragt Steve Jobs was er tue, wenn der iPad von den Kunden nicht gekauft würde? Der antwortet: “Dann nennen wir es iFlopp.” Dazu wird es wohl kaum kommen. In der Rubrik “Forum” schreibt der Autor Ulf Poschardt: “Mit jedem neuen Computer wächst die Wissenskluft.” Lesenswert!
Eine Seite nach Steve Jobs eine weitere “Kultfigur”. Dieter Bohlen wird als “Held des einfachen Konsumenten” gefeiert. Ein zweifelhafter Titel, aber wohl gut bezahlt. Dann eine Buchbesprechung. “Radio Heimat” scheint ein interessantes wie erschwingliches Buch über die Menschen des Ruhrgebiets der 1970er und frühen 1980er Jahre zu sein. 14,95 €. Dann der Sportbund. Bei mir noch vor dem lesen Altpapier.
Dass die ehemalige Zonengrenze einen “Proll-Meridian” markieren solle, hätte ich so nie behauptet. Ein überzogener Artikel über Neufünfland, Unterschichtengeschmack, Proletarisierung und weiterer verbaler Entgleisungen.
Es folgt ein Bund über Südafrika. Da ist demnächst wohl irgendwas Sportliches… Siemens liefert vielleicht neue Schnellzüge an die Bahn. Tauwetter kann Dachlawinen auslösen. Aha.
Und dann, fast auf der letzten Seite, endlich ein Bericht über den iPad. Den kenne ich aber schon. Der ist doch seit mindestens einem Tag schon auf der welt.de Website!? Einer der übliche Verrisse. Abwarten!
Interessant ist auch bei dieser Gelegenheit einen Bick in die schweizerische Sonntagszeitung zu werfen. Während in Deutschland diskutiert wird, ob der Staat eine ihm angebotene Kontoliste deutscher Steuerflüchtlinge kaufen soll, geht man in der Schweiz der Frage nach, ob ein Drittstaat in der Schweiz illegal beschaffte, also geklaute Bankdaten kaufen darf. Diese Frage ist mehr als berechtigt. Wo kommen wir den hin, wenn Usus wird, dass sich Staaten in aller Öffentlichkeit Daten von ausländischen Unternehmen besorgen, die denen geklaut wurden? Es wäre ja ein interessantes Geschäftsmodell für jeden bisher redlich sein Geld erwerbenden Bankkaufmann, sich bei einer Schweizer Bank anstellen zu lassen um deren Daten zu stehlen, die dann der deutsche Staat zu seinem finanziellen Segen kauft. Das geht doch nicht! Hier muss ein Staatsvertrag her der regelt, wie mit dem Bankgeheimnis einerseits und der Steuerflucht andererseits zwischen den Nachbarländern umgegangen werden soll.


