Archive for the ‘Kommentar’ Category

Schluss mit diesem Kauderwelsch!

Wednesday, June 16th, 2010

Also ich hab die Nase voll von diesem Kauderwelsch! Ein Pfleger ist ein Pfleger und kein Pflegender. Genauso wenig ist ein Student ein Studierender. Was sich da in der Alltagssprache versucht durchzusetzen ist sprachlicher Abfall.

Ein Studierender ist jemand, der gerade eben studiert, wie ein Pflegender jemand ist, der gerade eben pflegt. Ein Pfleger kann natürlich pflegend sein und ein Student studierend. Aber nicht immer, sondern eben nur manchmal. Manche Sachen kann man sogar nur einmal erledigen. So stirb ein Sterbender soeben – danach aber nie wieder. Natürlich kann ein Pfleger sterben, aber kein Pflegender. Der würde ja sonst zum sterbenden Pflegenden. Da muss er sich schon für das eine oder das andere entscheiden. Beides zugleich ist doch sehr anstrengend. Andere Dinge gehen aber auch gleichzeitig. So trifft man häufig den singenden Duschenden, oder den lesenden Abführenden. Abführende Pflegende hingegen sind selten – höchstens mal versehentlich bei Diarrhoe.

Nach der selben Logik gibt es sehr wohl schlafende Studenten, aber schlafende Studierende? Nicht jeder Pflegende ist übrigens Pfleger wie nicht jeder Schlafende Schläfer ist. Wäre jeder Pflegende Pfleger, bräuchte es keine Pflegeausbildungen mehr und wäre jeder Schlafende Schläfer, müsste man dringend etwas gegen die allgegenwärtige Macht der Geheimdienste tun und unbedingt schleunigst das Staatswesen überdenken.

“Nein danke, wir sterben nicht!”

Nein Danke, wir sterben nicht

Beim nächsten Mal sprechen wir dann über die so Formulierenden und Formulierendinnen, die obendrein der ursprünglichen sprachlichen Geschlechstneutralität im Maskulinen, eine künstliche weibliche Form oder Formin hinzufügen. Darüber sollten die Studierenden, Studentinnen und Studenten mal studieren.

Satellite

Sunday, May 30th, 2010

Deutschland hat nach fast 30 Jahren mit Lenas “Satellite” mal wieder den ESC gewonnen! Hier der Songtext.

I went everywhere for you
I even did my hair for you
I bought new underwear they’re blue
and I wore em just the other day

Love, you know I’ll fight for you
I left on the porch light for you
Wether you are sweet or cool
I’m gonna love you either way…

Love, oh, Love
I gotta tell you how I feel about you
Cause I, oh, I
Can’t go a minute without your love

Like a satellite I’m in an orbit all the way
around you
And I would fall out into the night
Can’t go a minute without your love

Love I got it bad for you
I saved the best I have for you
You sometimes make me sad and blue
Wouldn’t have it any other way

Love my aim is straight and true
Cupid’s arrow is just for you
I even painted my toe nails for you
I did it just the other day…

Love, oh, Love
I gotta tell you how I feel about you
Cause I, oh, I
Can’t go a minute without your love

Like a satellite I’m in an orbit all the way around you
I would fall out into the night
Can’t go a minute without your love
Love, oh, Love
I gotta tell you how I feel about you
Cause I, oh, I
Can’t go a minute without your love

Where you go I’ll follow
you set the pace we’ll take it fast and slow
I’ll follow in your way – Oh oh oh

You got me, you got me
a force more powerful than gravity
It’s physiscs, there’s no escape

Love my aim is straight and true
Cupid’s arrow is just for you
I even painted my toe nails for you
I did it just the other day…

Love, oh, Love
I gotta tell you how I feel about you
Cause I, oh, I
Can’t go a minute without your love
Like a satellite I’m in an orbit all the way around you
And I would fall out into the night
Can’t go a minute without your love
Love, oh, Love
I gotta tell you how I feel about you
Cause I, oh, I
Can’t go a minute without your love
Love love love
Love
Love

Gesetz zur Übernahme von Gewährleistungen zum Erhalt der für die Finanzstabilität in der Währungsunion erforderlichen Zahlungsfähigkeit der Hellenischen Republik (Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetz – WFStG)

Sunday, May 9th, 2010

Nein, nein. Ist schon richtig. Das ist wirklich nur die Überschrift. Hier ist nicht etwa der Text versehentlich in die Headline gerutscht. Was aber noch viel schlimmer ist als der Gesetzesname ist der Inhalt dieses Gesetzes.

Gegen den Entschliessungsantrag der SPD paukten die Mehrheitsfraktionen in dieser Woche das Gesetz durch den Bundestag. Die SPD kritisiert nicht die Hilfe für Griechenland und damit die Stabilisierung des Euro selber. Sie bemängelt das Fehlen von Massnahmen welche verhindern würden, dass Staaten, aber auch Banken und Spekulanten so weitermachen können wie bisher. Es geht nicht, dass die Gewinne privatisiert, während die Verluste sozialisiert werden!

Also, liebe Nordrheinwestfalen: Ihr habt es heute in der Hand: Wählt Ihr den Regierungswechsel in Düsseldorf, wird die Mehrheit der CDU-CSU/FDP im Bundesrat gebrochen. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Achtung Zeitdiebe

Friday, March 26th, 2010

Ich halte es übrigens nicht für ausgeschlossen, dass auch an diesem Frühlingssonntag wieder die fiese Zeitdiebstahlbande zuschlägt. Ihr Unwesen treibt sie meist in der Nacht nach 01:59:59 Uhr und bevor man sich noch recht besinnen kann, ist es schon 03:00:00 Uhr.

Kopfkameras helfen Polizisten

Sunday, March 7th, 2010

Die Sonntagszeitung berichtet heute von einer “Kopfkamera” für Polizisten. Die Linse wird am Kopf getragen und das Bild drahtlos an einen “taktischen Computer” am Gürtel des Polizisten übertragen. Von dort aus gelangen die Daten zur späteren Auswertung, z.B. bei Bedarf vor Gericht, on demand auf einen Webserver.

Ja – und wieder stellen sich die gleichen Fragen wie bei jeglicher Web 2.0 Nutzung: Ist Datenmissbrauch ausgeschlossen? Ist der nichtstaatliche Provider vertrauenswürdig? Ist der Polizist als mutmaßlicher Besitzer eines hieb- und stichfesten  Beweismittels in größerer Gefahr als ohne Gürtelcomputer -  der eigentlich nur ein “Hub” ist?

zum Artikel der Sonntagszeitung

Web 2.0 und Social Media:
Fluch oder Segen?

Sunday, March 7th, 2010

Die Stimmung dreht sich langsam: war die WamS kürzlich noch glühender Verfechter aller neuer Technologie, geht sie jetzt zunehmend kritisch mit Apple, Facebook, Google und Co um. Liefern diese Firmen nun neue Kommunikationsmittel, oder neue Kontrolltechnologien? Die Meinungen gehen auseinander und sie differenzieren sich immer mehr. Oder wurde bei der WamS nur der Fachredakteur ausgetauscht? Vermutlich nicht, denn die Zerrissenheit geht quer durch die Gesellschaft:

Da sind zunächst die Gruppen der Onliner und der Offliner. Den echten Offlinern ist eigentlich egal was alles im und mit dem Internet geschieht. Die Onliner (wie ich) nutzen einfach alles, was geboten wird.

Dann gibt die Diskussionen zwischen den Onlinern, und anderen Onlinern, die aber eigentlich lieber Offliner wären und denen die Nutzung des Webs im Job oder durch deren Umfeld aufgebürdet wird, in dem dieses z.B. keine Postkarten mehr schickt, sondern E-Mails. Sie bekommen mit, dass sie im Internet stattfinden, obwohl sie das nicht wollen. Konflikthaltig.

Ausserdem haben wir noch Onliner, die auch mit sich hadern, ob das in Facebook und Google (usw.) gesetzte Vertrauen gerechtfertigt ist.

Ich habe heute, am Sonntag, aber weder Zeit noch Lust mich diesem Thema wissenschaftlich zu nähern. Daher stelle ich einfach mal folgende Frage in den Raum: Wie wird sich dieser soziologische Prozess wohl fortsetzen? Wink: Es gibt eine Kommentarfunktion gleich hier unter dem Text ;-)

Strassen in der Schweiz sind toll

Wednesday, February 24th, 2010

Quält man sich in Deutschland über mit Schlaglöchern übersähte Buckelpisten, haben die Schweizer ihre Strassenpflege besser im Griff. Jetzt bestätigt sogar Google auf seinen Karten, dass die Strassen in der Schweiz “toll” sind. Die täglich von mir befahrene A1 hat mit ihrem astreinen Strassenbelag nun die offizielle Google Auszeichnung “toll road” bekommen, wie auch die Abbildung oben zeigt. Eine verdiente Ehrung.

€uro und Schweizer Franken

Monday, February 8th, 2010

Der Euro bewegt sich im Vergleich zum Schweizer Franken seit über zwei Jahren talwärts. Im Oktober 2007 hatte er seine Spitze bei 1.67 CHF erreicht. Jetzt kostet er nur noch 1.47 CHF. Jeder Euro ist heute 20 Rappen günstiger als zuvor, wie die Europäische Zentralbank auf einer übersichtlichen Grafik gezeigt. Ab sofort wird auf dieser Website zudem der aktuelle Wechselkurs €/CHF unter der Rubrik “1.- € kostet heute” in der Sidebar rechts dargestellt.

Das war mir mal eine Meldung wert.

Gelesen in der WamS

Sunday, February 7th, 2010

Gestern bekam ich einen Anruf, ob ich nach dem Probeabo im Dezember die WamS nicht abonnieren wolle. Aber was soll ich mit 2 WamS’? Man scheint nicht gut organisiert zu sein im WmaS Verlag.

Aufmacher der Zeitung diese Woche: “Kriminelle” bieten der Bundesregierung weitere Denunzianten CDs mit geklauten Steuerhinterziehungs Kontodaten. Die Regierung prüfe, heisst es. Auf Seite 10 ein Cartoon: “Heidi, wo kommt all das Geld her?!” “Grossvater, der Geissenpeter und ich haben Bankdaten gehackt und an die deutsche Regierung verkauft!”

Hammergeile Kopfhörermusik
aus der Vergangenheit

Sunday, February 7th, 2010

Also das ist wirklich eine zauberhafte Platte! Der frühere Schlagerfuzzi und heutige Rocker Peter Maffay hat mal wieder ein Meisterwerk produziert. Musik ohne jede Tricks. Aus einem lebenslangen Schaffen hat er die schönsten Werke herausgezupft und neu arrangiert. Piefige 70er Schlager wie die schnulzige Geschichte des 17jährigen Jünglings, der in “Es war Sommer”, dem musikalischen Alptraum meiner Jugend agiert, werden plötzlich zu Meisterwerken. Und auch der seinerzeit aus der DDR importierte Karat Song “Über sieben Brücken” bekommt eine Kraft, die er nie hatte. Bei Karat schon gar nicht, bei Maffay aber auch nicht. Der Tabaluga Song “Nessaja” hatte schon immer diese Power und kann im Kontext dieses Werkes dennoch noch einmal einen draufsetzen. Bei “So bis Du” denkt mann nicht mehr an Käseigel, Bowle, Knautschsäcke, psychedelische Tapeten und bewusstseinserweiternde Substanzen, sondern eher an eine Gospelmesse. In “Schatten in die Haut tätowiert” dominiert musikalisch ein Dobro den Rhythm and Blues Sound. Ich bin begeistert. Empfehlung: anhören, kaufen!