Archive for the ‘Medizininformatik’ Category

Krankenhaus-IT Journal über Heiligendamm

Tuesday, February 23rd, 2010

Das Krankenhaus IT Journal hat seine Leser in einem Newsflash über das 6. Führungskräftemeeting Heiligendamm informiert. Chefredaktuer Wolf Dietrich Lorenz:  “Zum 6. Führungskräfte-Meeting 2010 im Seebad Heiligendamm stellten namhafte Referenten aktuelle Themen mit akutem Diskussionsbedarf vor. IT und eHealth sind strategische Instrumente moderner Krankenhausführung, um Investitionen wirtschaftlich zu gestalten. Prozessmanagement, Vernetzung und Schnittstellen bieten dafür nachhaltige Chancen und bergen – bislang noch  – auch brisante Risikofaktoren.” (…) “Wissensmanagement kann für das Prozessmanagement eine wichtige Rolle spielen, wie Guido Burkhardt anhand der Arzneimitteltherapiesicherheit darstellte. IT-gestützte Medikation als Bestandteil einer elektronischen Patientenakte, so der Projektleiter vom Kantonsspital Baden ermögliche  wesentliche Verbesserungen. „Für Patienten und Prozesse lässt sich durch „eMedikation“ Vereinfachung und Sicherheit erreichen und eine große Zahl von Fehlern vermeiden.“

Noch ein Hinweis: Mit dem Hauptredner der Veranstaltung, Moshe Rappoport, Zukunftsforscher IBM Research Zürich, führte das Krankenhaus IT Journal am Rande der Veranstaltung ein interessantes Interview, welches als Audiostream voliegt.

Zum Newsflash des Krankenhaus IT Jourmals

Führungskräftemeeting 2010

Thursday, February 18th, 2010

Nach einem Abend des intensiven Networkings und des fachlichen Austauschs hat am Morgen das 6. Führungskräftemeeting in Heiligendamm begonnen. Der renomierte Zukunfstforscher Moshe Rappoport vom IBM Research Center Zürich eröffnete den Vortragsreigen mit seinem faszinierenden Referat zum Thema “2010: IT-Welt im Umbruch”. Anhand von ihm identifizierter Megatrends zeichnete er ein Bild der Nutzung der Informationstechnologie der kommenden 20 Jahre. Er beschrieb die Entwicklung seit dem Jahre 1979 und machte daran deutlich, welchen Weg die Menschheit im IT-Zeitalter bereits weltweit zurückgelegt hat und welche gesellschaftlichen Konsequenzen sich ergeben. Rappoport erklärte den Unterschied zwischen “Digital Natives”, also Personen, die zu einer Zeit aufgewachsen sind in der bereits digitale Technologien wie Computer, das Internet, Handys, mp3-Musik usw. allgemein verfügbar waren und den “Digital Immigrants”, die diese Dinge erst im Erwachsenenalter kennengelernten.

In meinem Vortrag besprach ich im Verlauf der Veranstaltung die digital unterstützten Medikationsprozesse zur Erhöhung der Arzneimitteltherapie-Sicherheit mit Interaktionschecks und Indikationsprüfungen.

Referat im Konferenz- und Ballsall des Grandhotels

back to the roots

Sunday, February 14th, 2010

In drei Wochen ist es wieder einmal soweit: Im Rahmen der Einführung der Bedsideverfügbarkeit klinischer Informationssysteme werde ich nach einem Jahr der Abstinenz mal wieder in den weißen Anzug steigen. In einer mehrwöchigen Praxisbegleitung werden Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonal  auf der Pilotstation durch das KIS Projektteam in die Geheimnisse digitaler Mobilität eingeführt und die Prozesse der klinischen Praxis an die neuen Möglichkeiten angepasst.

Das Bild ist übrigens 14 Jahre alt und zeigt mich -damals im mintgrünen Gewand- im Jahre 1996 als Schichtleiter in der Leitstelle der Notfallstation am Kantonsspital Aarau.

Displax Folie: Computer Display
und Eingabegerät der Zukunft?

Wednesday, February 3rd, 2010

Die portugiesische Firma Displax hat in dieser Woche eine “Multitouch-Folie” vorgestellt, die auf nahezu jeden Untergrund aufgebracht werden und die Navigation auf der grafischen Oberfläche von Computern revolutionieren könnte. Heute ist dieses noch die Domäne von Computermäusen – mal abgesehen von drucksensitiven Bildschirmen wie jene beim iPhone oder bei Fahrkartenautomaten.  Damit aber nicht genug denn herkömmliche Bildschirme werden ebenfalls überflüssig. Auch die Visualisierung übernimmt die neue schlaue Folie.

Mit der neuen Technologie kann die jede nichtleitende flache oder gekrümmte, transparente oder lichtundurchlässige Oberfläche in einen Multitouch-Bildschirm verwandelt werden. Die DISPLAX Multitouch-Technologie basiert auf einer hauchdünnen transparenten Polymerfolie. Bringt man die Folie auf Glas, Plastik oder auch Holz auf, wird daraus eine interaktive Oberfläche, die auch in großformatigen Installationen zum Einsatz kommt. Die Inhalte werden mit einem Projektor auf das Material projiziert.

Zurzeit erkennt die Technologie auf einem 50-Zoll-Display gleichzeitig bis zu 16 Finger von verschiedenen Nutzern. Auch LCD-Monitore werden auf diese Weise zu Multitouch-Displays. DISPLAX schafft mit der Folie völlig neue Möglichkeiten: Zum einen lassen sich dank ihrer Flexibilität eine Vielzahl interaktiver Formate mit einer Diagonalen von bis zu drei Metern verwirklichen, selbst Kugeln. Zu anderen ist die Folie äußerst empfindlich – so empfindlich, dass Nutzer nicht nur durch Berührungen mit ihr interagieren können. Erstmals erkennt die DISPLAX Multitouch-Technologie auch Luftbewegungen: Objekte, wie zum Beispiel Fotos oder Dokumente, lassen sich durch Pusten auf der Oberfläche bewegen. Mit dieser Neuentwicklung weist DISPLAX den Weg für eine Vielzahl zukunftsweisender Applikationen und macht sie unter anderem für LCD-Hersteller, audiovisuelle Integratoren oder Gaming-Plattformen interessant.

Im klinischen Alltag ist die Nutzung für Dashboards oder Infoscreens vorstellbar, die in einigen innovativen Häusern heute bereits zum Einsatz kommen. Auch im Kantonsspital Baden wird diese Technologie bereits genutzt.

Displax

Vortrag eMedikationssoftware in Berlin

Wednesday, January 27th, 2010

Der Kongressbeirats der Messe conhIT hat heute bekannt gegeben, dass mein dort eingereichter Vortrag in das conhIT-Kongressprogramm 2010 aufgenommen wurde. Thema: “eMedikations-Software unterstützt Medikationsprozesse im Krankenhaus”. Im Beirat des Fachkongresses entscheiden Vertreter des Berufsverbandes Medizinischer Informatiker  BVMI e.V. sowie die Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie  GMDS e.V. über das wissenschaftliche Kongressprogramm.

2009 war ich meinerseits im Networkingbeirat der Messe vertreten und moderierte dort gemeinsam mit Robert Bruch das erste Klinik-IT Networking Forum. Messe und Kongress 2010 finden vom 20. bis 22. April statt.

Gute Erfahrungen
mit drahtlosem Digitaldiktat

Tuesday, January 19th, 2010

Im Rahmen der geplanten Einführung des digitalen Diktats in unserem Haus prüfe ich derzeit die Möglichkeit des drahtlosen Diktierens. Hierbei wird ein geeignetes Headset per Bluetooth mit dem PC verbunden und die Sprache ohne Kabelverbindung quasi per Funk  an den Rechner übertragen. Die spannende Frage war: wird die auf diese Weise erzielte Datenqualität auch ausreichen, um damit per Spracherkennungsprogramm Sprache automatisch in Text umzusetzten?

Die Ergebnisse sind sehr positiv. Bis zu 10 Meter um den Schreibtisch herum erzielt man mit der hier verwendeten Konfiguration aus der Software Dragon Naturaly Speaking in der Version 10 und dem Logitech Headset B 750 hervorragende Ergebnisse, die sich nicht von der Nutzung des hochwertigen kabelgebundenen Sennheiser Headsets unterscheiden, welches ich sonst nutze. Darüber hinaus ist der Tragekomfort des Gerätes ausserordentlich gut und die Tonqualität der Kopfhörer auch für das Abspielen von Musik ganz ordentlich.

Ein möglicher praktischer Nutzen des Einsatzes in der Klinik ist der, dass mit diesen Mobilgeräten Patienten bezogene Diktate direkt in der Krankengeschichte erstellt werden können, ohne das nach dem Diktat das Mobilgerät synchronisiert und der betroffene Patient bei der Synchronisierung von Hand zugeordnet werden müsste. Dieser Schritt ist nicht nur lästig sondern birgt auch die Gefahr der Verwechselung von Patienten oder Fällen und wäre notwendig, wenn digitale Diktaphone herkömmlicher Bauart genutzt würden. Das Gerät ist ebenso für VoIP oder Videotelefonie geeignet. Für letztere wird noch eine Webcam benötigt, wie sie auf dem Bild hier in meinem Büro über dem Bildschirm positioniert ist.

Das Headset verfügt über einen wiederaufladbaren Akku. Dessen Kapazität reicht knapp für einen ganzen Arbeitstag, bevor der Kopfhörer an die Steckdose muss. Es ist aber auch möglich mit eingestecktem Stromkabel bei leerer Batterie weiterzuarbeiten. Ideal.

Arzneimitteltherapiesicherheit:
Vortrag in Heiligendamm

Monday, January 18th, 2010

Prof. Dr. Wolfgang Riedel, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Krankenhauswesen (IfK) in Braunschweig, hat auch in diesem Jahr wieder einen ausgewählten Kreis von Experten zum Führungskräftemeeting im Seebad Heiligendamm eingeladen. Der Veranstaltungsort, das dortige Grandhotel, ist spätestens seit dem G8 Gipfel 2007 weltberühmt.

Guido Burkhardt, Projektleiter des Projektes Klinikininformationssystem am Kantonsspital Baden, nimmt bereits zum dritten Mal in Flolge teil, wenn sich die 60 Spitzenvertreter der Branche im Februar an der Ostsee treffen. 2010 stellt er das Badener Projektthema “IT-gestützte Medikation als Bestandteil einer elektronischen Patientenakte” vor.

Der Vortrag beleuchtet nicht nur, wie mit Hilfe des Computers Medikamente digital verordnet und deren Abgabe an die Patienten dokumentiert wird, sondern auch, wie mit Hilfe intelligenter Systeme die Indikationen für den einzelnen Patienten geprüft werden können. Spezielle Logiken weisen den Arzt zudem darauf hin, wenn sich unerwünschte Interaktionen ergeben oder patientenspezifische Nebenwirkungen drohen. Die Umstellung der häuslichen Medikation zu Beginn einer stationären Behandlung berücksichtigt ausserdem die gesundheitsökonomischen Bedürdnisse und erhöht die Patientensicherheit zusätzlich dadurch, dass das medizinische Personal mit einem eingeschränkten und darum im Umgang vertrauten Medikamentenportfolio arbeitet.

Mitreferenten sind neben Prof. Riedel 2010 CIOs, Ärzte und Projektmanager führender Kliniken aus dem deutschsprachigen Raum. Als Gastreferent spricht Moshe Rappoport, Zukunftsforscher IBM Research, Zürich.

Die Fachzeitschrift Krankenhaus IT Journal schreibt: “Zum 6. Führungskräfte-Meeting 2010 im Seebad Heiligendamm stellen namhafte Referenten aktuelle Themen mit akutem Diskussionsbedarf vor. Motto: ICT und eHealth als strategische Instrumente moderner Krankenhausführung. Networking und vertiefende Gespräche im exklusiven Kreis aus Krankenhausführung und IT-Management runden das etablierte Meeting am Meer ab.”

Veranstaltungswebsite: www.meeting-am-meer.de
Der Veranstaltungsort im Film: Mord in bester Gesellschaft