Archive for the ‘Medizininformatik’ Category

Neuer Bundespersonalausweis beim Berliner Führungskräftenetzwerk

Friday, August 27th, 2010

Am 1. November 2010 wird der neue Personalausweis im Scheckkartenformat den bisherigen Personalausweis ablösen. Das neue Dokument wurde gegenüber dem altem Ausweis mit einigen hilfreichen Neuerungen versehen. “Mit dem innovativen Ausweisdokument setzt Deutschland neue Maßstäbe im Identitätsmanagement”, sagt das Bundesministerium des Innern.

“Wie schon der bisherige Ausweis enthält auch das neue Dokument zahlreiche Sicherheitsmerkmale. Diese Merkmale machten schon den bisherigen Ausweis zu einem der fälschungssichersten Dokumente der Welt. Diese Standards werden mit dem neuen Personalausweis nicht nur übernommen, sondern noch verbessert”, heißt es aus Berlin

“Wir werden das Konzept im Detail aus berufenem Munde im Rahmen eines Kaminabends beim 10. Treffen des Führungskrägftenetzwerkes Berliner Klinik-IT Forum am 15.09.2010. vorstellen”, sagt Guido Burkhardt, Exclusiv Circle Member des Kreises.

http://www.fuehrungskraeftenetzwerk.de/


iPhone App Entwicklung

Tuesday, July 20th, 2010

Twitter für alle

Einer der grossen Mehrwerte von HealthCalendar wird sein, dass es zu jedem Fachgebiet, zu dem in HealthCalendar Termine publiziert werden, einen korrespondierenden Twitter Account geben wird. So kann jedermann, auch die Benutzer der HealthCalendar Website die über kein iPhone verfügen, ganz leicht immer die neuesten Veranstaltungen pro Themengebiet verfolgen. Diese Twitter Accounts werden Sprachregionen übergreifend sein und somit Veranstaltungen in der ganzen Welt auflisten.

Zur weiteren Optimierung der Benutzerfreundlichkeit entscheiden wir heute, dass HealthCalendar mit mehreren Screens daherkommen wird und somit die Menügestaltung benutzerfreundlicher wird. Grundeinstellungen wandern auf ein Menü eines zweiten Bildschrims, der über einen Menübutton “…More” erreichbar sein soll.

Die ganze Geschichte


Internetdirektion entwickelt Health Calendar

Thursday, July 1st, 2010

Gemeinsam mit einer international tätigen indischen Softwareschmiede lasse ich gerade den “Health Calendar”, eine Applikation für iPhone und iPad entwickeln. Verfolgt hier live den Gang der Ereignisse von der Idee zum Produkt. Die Geschichte startet Ende Juni 2010 und wenn alles nach Plan verläuft, sollte Ende August 2010 das Happy End gefeiert werden können. Für ganz dringend interessierte gibt es die Updateinfos auch auf Twitter.

Zum Entwicklungstagebuch auf www.healthcalendar.info

App Entwicklung läuft

Sunday, June 27th, 2010

Die Entwicklung der iPhone und iPad Applikation, die ich konzeptioniert habe, ist mit einer Softwarefirma in Indien angelaufen. Jetzt heisst es Daumen drücken damit alles klappt! Die Entwicklungsfirma verfügt über eine beeindruckende Zahl qualitativ hochwertiger Zertifizierungen, weist beachtliche Referenzen aus und arbeitet zudem nach ISO 9001:2008. Laut Google Maps ist sie 8′755 KM von mir entfernt. Gut, dass sie per Indernet zu erreichen ist ;-) Guckst Du Film: watch?v=QiyOHo818vY

Herzlichen Dank an alle, die sich nach meinem Aufruf per Twitter oder eMail für den Entwicklungsauftrag beworben haben.

Ich werde an dieser Stelle von Zeit zu Zeit über den Stand der Arbeiten berichten und eines Tages natürlich auch verraten, worum es bei der App geht.

Jobangebot

Monday, May 17th, 2010

Zur Verstärkung unseres Projektteams „Klinische Informationssysteme“ suchen wir im Kantonsspital Baden per sofort oder nach Vereinbarung eine/n Applikations-Integrator/in für ein 100% Pensum in unserem innovativen Projektumfeld . Alle Infos

INUG Website aktualisiert

Sunday, May 16th, 2010

So. Habe endlich unsere INUG Website aktualisieren können nachdem iWeb im Januar den Connect zur iDisk auf MobileMe (#Applechinesisch) verloren hatte. Ist jetzt repariert. Getwittert habe ich @nexususergroup auch mal wieder. Was als erstes liegen bleibt bei zu viel Arbeit, ist immer das Selbstmarketing. Ein grosser Fehler.

Weiss das Spital, was das Spital weiss?

Friday, May 14th, 2010

Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass der grösste Wert eines Spitals seine Mitarbeitenden sind. Sie sind die Know-how Träger des dienstleistenden Unternehmens. Doch weiss das Spital eigentlich, was das Spital alles weiss? Oder anders gefragt: Gibt es eine strukturierte Dokumentation all der Regeln, die in den Köpfen der Mitarbeitenden stecken und die im Zusammenhang mit der Fülle des versammelten Fachwissens erst einen geregelten Betriebsablauf ermöglichen?

Als ich zu prüfen hatte, ob das angebotene Medikationsmodul des vorhandenen Klinikinformationssystems (KIS) alle Verordnungsarten und -wege unseres Spitals wird unterstützen können, war es nicht das allgemeingültige medizinische Fachwissen, welches die grössten Fragen aufwarf. Es waren die Regeln, welche organisatorisch bedingt sind und so nur hier in diesem Haus zur Anwendung gelangen. Neue Mitarbeitende können ein Lied davon singen: Trotz bester Fachqualifikation braucht es immer auch eine gewisse Zeit der Einarbeitung, um eben diese Regeln kennenzulernen. Durch Ausbildung, Studium und Berufserfahrung wissen Ärzte und Pflegepersonal zwar welches Medikament wann wie zu applizieren ist. Nicht aber, auf welchem Verordnungswege an wen welche Information wie gelangen muss, um einen regelrechten Ablauf des Medikationsprozesses zu gewährleisten, bei dem jeder der Beteiligten Gleiches unter Gleichem versteht. Genau das aber ist eine unabdingbare Voraussetzung für höchste Qualität sprich Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten.

Nun ist dieses Prozesswissen nicht nur auf viele Personen verteilt, sondern es gibt auch Varianten. Man könnte auch sagen, dass die Standardisierung der Prozesse für eine maximale Sicherheit noch nicht hinreichend ist. Hier sind nicht Behandlungsvarianten gemeint, die natürlich bei der Anwendung der ärztlichen Kunst möglich sein müssen, sondern Varianten in den Abläufen. Doch wie soll man die Varianten identifizieren, wenn man zuvor die massgeblichen Regeln noch nicht dokumentiert hat? Unser Team des Prozess- und Projektmanagements ist angetreten, dies zu ändern.

Die Medikationsprozesse, also eben jene vorhandenen Regeln, wurden strukturiert dokumentiert. Dazu waren mehrere meist halbtägige Wohkshops eines Teams aus Apothekern, Ärzten und Pflegefachpersonal notwendig. In insgesamt 200 Arbeitszeitstunden klärte und dokumentierte die Gruppe dieser Fachleute die Medikationsprozesse mit dem digitalen Prozessmanagement Werkzeug casewise.

Die Gruppe erarbeitete zunächst die Ist-Prozesse und stellte fest, dass die Dinge eben nicht überall gleich gehandhabt werden. Die schon beschriebenen Varianten lassen grüssen. Ausserdem gab und gibt es durchaus unterschiedliche Auffassungen zu Dingen bei denen man doch der Meinung war, dass doch alle Beteiligten dasselbe darunter verstehen müssten. Geraten hierdurch nun Patienten in Gefahr? Nein. Das Fachwissen der einzelnen Mitarbeitenden verhindert dies und so wird man selbstverständlich trotz einer strukturierten Prozessdokumentation auch zukünftig auf qualifizierte Fachkräfte im Spital setzen.

Die wertvolle Diskussion über die heutigen Abläufe machte die Debatte über die gewünschten Soll-Abläufe deutlich leichter. Das Optimierungspotenzial der Prozesse war allen deutlich geworden und so versuchte man nicht die KIS Software  so hinzubiegen, dass sie irgendwie passen würde, sondern beschäftigte sich mit den Möglichkeiten im eigenen Einflussbereich. Es sei aber nicht verschwiegen, dass sich am Ende zur Abbildung eines Optimalzustandes auch auf der Softwareseite noch etwas bewegen musste.

Download als PDF im Originallayout

eMedikations-Software unterstützt
Medikationsprozesse im Krankenhaus

Saturday, March 13th, 2010

Vorabveröffentlichung:
Abstract zu meinem Vortrag auf dem conhIT Kongress 2010 in Berlin

Das Arzneimittelsortiment einer Krankenhausapotheke unterliegt ebenso einem stetigen Wandel, wie sich der Personenkreis der Anwender durch die Personalfluktuation in der Klinik permanent verändert. Um die optimale Sicherheit der Patienten zu gewährleisten und den hohen Qualitätsansprüchen an die Medikationsprozesse im Krankenhaus gerecht zu werden, benötigt das klinische Personal stets aktuelle pharmakologische Fachinformationen über das eingesetzte Arzneimittelportfolio. Diese Informationen liegen idealer Weise Patienten- und Fallkontextbezogen in der digitalen Patientenakte vor, die von Ärzten, Pflegepersonal und den Apothekern des Hauses eingesehen werden kann. Die Daten sind natürlich am point of care von großer Relevanz, die Krankenhausapotheke kann mit einem solchen System aber die Klinik auch bei Bedarf remote mit Rat und Tat bei der individuellen Therapie unterstützen. Ein neues Kapitel in der interprofessionellen Zusammenarbeit zum Wohle der Versorgung der Patientinnen und Patienten. 

Nutzen entsteht aber auch ohne Apothekersupport unmittelbar in der Klinik: Allein eine digitale Verordnung ohne jede weitere Programmlogik verhindert bereits 50% aller Medikationsfehler und damit mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die auf Übertragungs-, Lese- und Interpretationsfehler der ursprünglichen Verordnung zurückgehen.

Der erste Schritt in Sachen Medikation besteht bei der stationären Aufnahme der Patienten in der Dokumentation der Medikationsanamnese. Gleich zu Beginn der Hospitalisation steht dann die Umstellung der häuslichen Medikation auf die stationäre medikamentöse Therapie an. Oft ist diese ein Mix aus Selbstmedikation und Verordnungen unterschiedlicher niedergelassener Ärzte, die im Zweifel voneinander und von ihren Verordnungen nichts wissen. Sind unerwünschte Arzneimittelwirkungen (z.B. Interaktionen der Medikamente untereinander) der Grund für die Notwendigkeit der Hospitalisation, weil der Patient unwissentlich einen gefährlichen Chemikalien-Cocktail zu sich nimmt? Waren alle Medikamente indiziert? Sind sie es auch weiterhin während der Hospitalisation? Müssen zusätzliche Arzneimittel zur Therapie eingesetzt werden? Wie interagieren diese mit den vorbestehenden Verordnungen? Der Klinikcomputer unterstützt bei der Beantwortung all dieser und der folgenden Fragen.

Nach Prüfen der Interaktionen geht es an die Prüfung der Indikationen: Gibt es zu allen Medikamenten eine Diagnose, welche die Indikationen für die verordneten Arzneimittel darstellen? Wenn nein: Fehlt die Diagnosedokumentation noch, oder ist die Gabe einzelner Arzneimittel nicht angezeigt? Ein weiterer Schritt besteht schließlich darin, von Messwerten abhängige Arzneimittelgaben an die tatsächliche Situation des Patienten anzupassen. Hier spielen häufig Nieren- und Leberparameter, oder auch beispielsweise die Elektrolytkonzentration im Blut eine Rolle. Sind diese im klinischen Informationssystem vorhanden, können sie zur Beurteilung herangezogen werden.

Wichtig ist, dass alle Arzneimittel in einem elektronischen System hausweit jeweils nur in einer einzigen Einheit verordnet werden können dürfen. Ob Tablette, Tropfen, Stück, Milligramm oder Milliliter: Eine erhebliche Fehlerquelle verschwindet, wenn immer in derselben Einheit verordnet wird. Aus demselben Grund sollten auch die zulässigen Applikationswege eingeschränkt, das heisst ‘eineindeutig’ definiert sein, wie die Informatiker sagen.

Zum Abschluss der Hospitalisation soll dem Arzt eine Entscheidungshilfe gegeben werden, welche Arzneimittel der Patient zu Hause weiter nehmen soll. Hierbei ist hilfreich, wenn bei entsprechender Indikation auf die ursprünglichen Präparate, die vor dem Klinikaufenthalt eingenommen wurden, wieder zur poststationären Einnahme verordnet werden.

Die hier skizzierte Lösung wird bereits im Kantonsspital Baden / Schweiz eingesetzt. Die weiteren Stufen des Projektes, dass durch den Referenten Guido Burkhardt geleitet wird, sollen bis Mitte 2011 abgeschlossen werden. In dem Praxisbericht anlässlich des conhIT Kongresses 2010 kann auf eine inzwischen vierjährige Bearbeitung des Themas, und auf eine zweijährige Projektzeit zurückgeschaut werden.

Die eingesetzten Lösungen stammen von den Firmen ID Berlin (Indikationsprüfungen und Interaktionschecks), Nexus (KIS/EPA System), Data Dynamic (Warenwirtschaft mit Hauskatalog) sowie e-mediat (Arzneimittelkatalog mit Fachinformationen). Die Integrationstiefe wird fortlaufend im Projekt verstärkt.



Krankenhaus-IT Journal über Heiligendamm

Tuesday, February 23rd, 2010

Das Krankenhaus IT Journal hat seine Leser in einem Newsflash über das 6. Führungskräftemeeting Heiligendamm informiert. Chefredaktuer Wolf Dietrich Lorenz:  “Zum 6. Führungskräfte-Meeting 2010 im Seebad Heiligendamm stellten namhafte Referenten aktuelle Themen mit akutem Diskussionsbedarf vor. IT und eHealth sind strategische Instrumente moderner Krankenhausführung, um Investitionen wirtschaftlich zu gestalten. Prozessmanagement, Vernetzung und Schnittstellen bieten dafür nachhaltige Chancen und bergen – bislang noch  – auch brisante Risikofaktoren.” (…) “Wissensmanagement kann für das Prozessmanagement eine wichtige Rolle spielen, wie Guido Burkhardt anhand der Arzneimitteltherapiesicherheit darstellte. IT-gestützte Medikation als Bestandteil einer elektronischen Patientenakte, so der Projektleiter vom Kantonsspital Baden ermögliche  wesentliche Verbesserungen. „Für Patienten und Prozesse lässt sich durch „eMedikation“ Vereinfachung und Sicherheit erreichen und eine große Zahl von Fehlern vermeiden.“

Noch ein Hinweis: Mit dem Hauptredner der Veranstaltung, Moshe Rappoport, Zukunftsforscher IBM Research Zürich, führte das Krankenhaus IT Journal am Rande der Veranstaltung ein interessantes Interview, welches als Audiostream voliegt.

Zum Newsflash des Krankenhaus IT Jourmals

Führungskräftemeeting 2010

Thursday, February 18th, 2010

Nach einem Abend des intensiven Networkings und des fachlichen Austauschs hat am Morgen das 6. Führungskräftemeeting in Heiligendamm begonnen. Der renomierte Zukunfstforscher Moshe Rappoport vom IBM Research Center Zürich eröffnete den Vortragsreigen mit seinem faszinierenden Referat zum Thema “2010: IT-Welt im Umbruch”. Anhand von ihm identifizierter Megatrends zeichnete er ein Bild der Nutzung der Informationstechnologie der kommenden 20 Jahre. Er beschrieb die Entwicklung seit dem Jahre 1979 und machte daran deutlich, welchen Weg die Menschheit im IT-Zeitalter bereits weltweit zurückgelegt hat und welche gesellschaftlichen Konsequenzen sich ergeben. Rappoport erklärte den Unterschied zwischen “Digital Natives”, also Personen, die zu einer Zeit aufgewachsen sind in der bereits digitale Technologien wie Computer, das Internet, Handys, mp3-Musik usw. allgemein verfügbar waren und den “Digital Immigrants”, die diese Dinge erst im Erwachsenenalter kennengelernten.

In meinem Vortrag besprach ich im Verlauf der Veranstaltung die digital unterstützten Medikationsprozesse zur Erhöhung der Arzneimitteltherapie-Sicherheit mit Interaktionschecks und Indikationsprüfungen.

Referat im Konferenz- und Ballsall des Grandhotels