Bereits seit rund zwei Jahren nutze ich die Software netviewer für den Fernzugriff auf andere Computer. Jetzt bietet das Unternehmen mit der Lösung netviewer meet sogar ein Gratiswerkzeug für private Webkonferenzen als Freeware. Firmen können die Software 14 Tage lang gratis testen. Funktional ergeben sich keine Einschränkungen zur kostenpflichtigen Vollversion. Lediglich der Kreis der Teilnehmer ist auf vier begrenzt. Das dürfte aber in den allermeisten Fällen ausreichen. Ich habe die Lösung getestet.
Der Moderator der Konferenz nutzt eine Software, die leider in der Gratisversion nur auf Windows Systemen läuft (die Vollversion ist auch für Macs erhältlich). Mit deren temporärer Installation erhält er eine Sitzungsnummer, die er nun bequem per Mail, das über eine Schaltfläche auf dem Controlpanel der Lösung generiert wird, an seine Konferenzteilnehmer sendet. Die Teilnehmer klicken nur noch auf den Link im Mail, geben ihren Namen an und sind damit schon mit der Konferenz verbunden. Der Gastgeber sieht nun deren Teilnahme in seinem Panel.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten der Verständigung. Entweder kommuniziert man, z.B. per Headset, direkt über die Internetleitung per VoIP, oder aber man wählt sich für 14 €Ct. in ein Telefonkonferenzsystem ein. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn nicht alle Teilnehmer über genügend Bandbreite verfügen oder wenn einzelne Teilnehmer derzeit über keinen Internetanschluss verfügen und nur per Telefon zugeschaltet sind.
Der Moderator kann per Drag and Drop einen Co-Moderator bestimmen, der die selben Rechte hat, wie er selber. Mit diesen Rechten wird beispielsweise festgelegt, wessen Bildschirmansicht gerade für alle freigeschaltet wird. So kann man gemeinsam auf einen Screen schauen, was ja der wesentliche Sinn einer Webkonferenz ist. Auch das gemeinsame Bearbeiten eines Dokuments ist möglich – den Teilnehmern können Bearbeitungsrechte des angezeigten Dokuments zugewiesen werden. Natürlich muss der Besitzer des verbundenen PCs jeweils zustimmen.
Am rechten Bildschirmrand wird das Control Panel eingeblendet, von dem schon die Rede war. Teilnehmer, die eine Webcam angeschlossen haben, können ihr Videobild übertragen. Das sehen dann alle im Panel. Um Sachverhalte anhand des Screens besser erklären zu können, können die Teilnehmer ihre Maus nutzen um auf den Bildschirm zu zeigen. Dabei wird auf dem Mauszeiger der Name des Teilnehmers angezeigt. Schaltet der Moderator die Whiteboard-Funktion frei, können Teilnehmer auf dem präsentierten Bildschirm herum malen ohne dessen Inhalt zu verändern.
Bei unserem Test sass ich als Moderator in der Schweiz und die Teilnehmer in Niedersachsen und München. Die Entfernung zwischen diesen Orten schmolz in der Webkonferenz quasi auf Null.
Fazit: Eine klasse Lösung und für die private Nutzung auch noch kostenlos. Prädikat empfehlenswert!
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