
Schon seit einigen Jahren begleite ich die jährliche Sternsinger Aktion. Jeweils im November beginnen die Proben mit den Kindern – immer mit neuen Liedern. In diesem Jahr ist zu Silvester die Generalprobe bevor an den nachfolgenden Tagen zu verschiedenen Gelegenheiten musiziert wird. Seinen Abschluss und Höhepunkt findet die Aktion am 06. Januar, dem Dreikönigstag, in einem von den Sternsingern gestalteten Gottesdienst, unserem Auftritt beim Dreikönigshock in der Halle Oberhof und dem anschliessenden Singen in einem örtlichen Seniorenheim.
Erstmals spiele ich 2011 eine 12-string Baton Rouge Gitarre, die das Christkind mir brachte und die ihre über 25-jährige Ibanez Vorgängerin ersetzt. In Sachen Klang legt sie im Vergleich zur ebenfalls 12-saitigen Ibanez Gitarre noch einmal kräftig zu. Boden und Zargen sind aus gebeiztem Ahorn. Der Dreadnoughtkorpus schmückt sich mit einer massiven Zederndecke. Edel im Aussehen aber etwas Oberflächen – empfindlich ist das Finish in seidenmatt.
Die Mechanik vom Typ “DieCast chrom” ist ein vollverkleidetes, geschlossenes und damit staubdichtes System. Die Baton Rouge L-Serie, aus der diese Gitarre stammt, zeichnet sich durch besonders leichte Spielbarkeit aus, da sie eine etwas kürzere Mensur sowie ein etwas breiteres Griffbrett hat als die meisten Westerngitarren. “Der weiche Ton der Zederndecke bildet in Kombination mit dem Ahornkorpus ein warmes und doch spritziges Klangbild” so der Hersteller völlig zu recht.

Erwähnenswert ist noch der aussergewöhnlich ausschauende Kopf der L12. Ein Detail, das nicht nur einen optischen Effekt hat. Die Anordnung der Mechanik wurde so gestaltet, dass die Saiten vom Ursprung an eine möglichst optimale Gerade über den Steg bis zum Sattel am Korpus des Instruments bilden. Das Instrument verstimmt sich so nicht so leicht. Das ist auch gut so, denn das Stimmen erfordert einige Übung. Die Mechanik ist so leichtgängig und von ihrer Übersetzung her so empfindlich, dass schon kleine Drehungen grosse Tonveränderungen bewirken. Ein Qualitätsmerkmal dieser hochwertigen Mechanik.
Zur elektronischen Abnahme des Klangs verfügt die Gitarre über einen Tonabnehmer mit einem LR Baggs Element Hybrid Preamp. Ein aktiver 3 Band Equalizer ermöglicht die Einstellung von Bass, Mid, Hi und Volume direkt am Instrument per Regler, welche in die Zarge eingebaut sind. Das Verstärkerkabel wird am unteren Ende des Korpus von einer ebenfalls in die Zarge eingebauten Steckdose aufgenommen. Diese ist auch bei Nichtbenutzung nicht störend, weil sie ohne Kabel mit einer reinen Befestigungsöse für das Gitarrenband verwechselt werden kann, was sie zudem auch noch ist.
Die Baton Rouge L12 ist insgesamt ein erfreuliches Instrument mit einem sehr sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.
Zur Verstärkung des Tons nutze ich bei Bedarf den bewährten Ibanez Troubadour T35 der alles bietet, was man von einem Acoustic Guitar Amplifier als gelegentlich auftretender Hobby Musiker erwartet. “Sein Klang lässt sich mit etwas Equalizing in sehr erfreuliche Gefilde bugsieren” so ein aktueller Testbericht. Zudem ist er leicht transportabel und kann auch einmal an der einen Hand zum Einsatzort getragen werden, während an der anderen die Gitarre transportiert wird.
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