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Networking-Beirat conhIT 2011

Sunday, October 24th, 2010

Im April 2011 finden unter dem Namen conhIT wieder Klinik-IT Messe und Kongress in Berlin statt. Nach 2009 wurde ich für 2011 zum zweiten Mal in den Networking-Beirat der Veranstaltung  berufen. Der conhIT-Kongress wird in Kooperation zwischen dem BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e.V., der GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e.V. und dem VHitG (Verband der Hersteller von IT-Lösungen für das Gesundheitswesen) e.V. veranstaltet. Ziel dieser Kooperation ist, eine qualitativ hochwertige, nachhaltige und von Anwendern, Wissenschaft und Industrie gleichermaßen getragene Zentralveranstaltung der Medizinischen Informatik zu schaffen. Die weiteren Networking Beiratsmitglieder sind

  • Bernhard Calmer, Leitung Vertrieb IT, Siemens AG Sector Healthcare
  • Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender MEIERHOFER AG
  • Professor Dr. Paul Schmücker, Institutsleiter Hochschule Mannheim

Neben meiner Tätigkeit als Beiratsmitglied werde ich zudem auf dem Kongress am 07. April 2011 die Session 9, Arzneimitteltherapiesicherheit Risiken und Nebenwirkungen – Kann IT helfen? moderieren.

Weiss das Spital, was das Spital weiss?

Friday, May 14th, 2010

Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass der grösste Wert eines Spitals seine Mitarbeitenden sind. Sie sind die Know-how Träger des dienstleistenden Unternehmens. Doch weiss das Spital eigentlich, was das Spital alles weiss? Oder anders gefragt: Gibt es eine strukturierte Dokumentation all der Regeln, die in den Köpfen der Mitarbeitenden stecken und die im Zusammenhang mit der Fülle des versammelten Fachwissens erst einen geregelten Betriebsablauf ermöglichen?

Als ich zu prüfen hatte, ob das angebotene Medikationsmodul des vorhandenen Klinikinformationssystems (KIS) alle Verordnungsarten und -wege unseres Spitals wird unterstützen können, war es nicht das allgemeingültige medizinische Fachwissen, welches die grössten Fragen aufwarf. Es waren die Regeln, welche organisatorisch bedingt sind und so nur hier in diesem Haus zur Anwendung gelangen. Neue Mitarbeitende können ein Lied davon singen: Trotz bester Fachqualifikation braucht es immer auch eine gewisse Zeit der Einarbeitung, um eben diese Regeln kennenzulernen. Durch Ausbildung, Studium und Berufserfahrung wissen Ärzte und Pflegepersonal zwar welches Medikament wann wie zu applizieren ist. Nicht aber, auf welchem Verordnungswege an wen welche Information wie gelangen muss, um einen regelrechten Ablauf des Medikationsprozesses zu gewährleisten, bei dem jeder der Beteiligten Gleiches unter Gleichem versteht. Genau das aber ist eine unabdingbare Voraussetzung für höchste Qualität sprich Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten.

Nun ist dieses Prozesswissen nicht nur auf viele Personen verteilt, sondern es gibt auch Varianten. Man könnte auch sagen, dass die Standardisierung der Prozesse für eine maximale Sicherheit noch nicht hinreichend ist. Hier sind nicht Behandlungsvarianten gemeint, die natürlich bei der Anwendung der ärztlichen Kunst möglich sein müssen, sondern Varianten in den Abläufen. Doch wie soll man die Varianten identifizieren, wenn man zuvor die massgeblichen Regeln noch nicht dokumentiert hat? Unser Team des Prozess- und Projektmanagements ist angetreten, dies zu ändern.

Die Medikationsprozesse, also eben jene vorhandenen Regeln, wurden strukturiert dokumentiert. Dazu waren mehrere meist halbtägige Wohkshops eines Teams aus Apothekern, Ärzten und Pflegefachpersonal notwendig. In insgesamt 200 Arbeitszeitstunden klärte und dokumentierte die Gruppe dieser Fachleute die Medikationsprozesse mit dem digitalen Prozessmanagement Werkzeug casewise.

Die Gruppe erarbeitete zunächst die Ist-Prozesse und stellte fest, dass die Dinge eben nicht überall gleich gehandhabt werden. Die schon beschriebenen Varianten lassen grüssen. Ausserdem gab und gibt es durchaus unterschiedliche Auffassungen zu Dingen bei denen man doch der Meinung war, dass doch alle Beteiligten dasselbe darunter verstehen müssten. Geraten hierdurch nun Patienten in Gefahr? Nein. Das Fachwissen der einzelnen Mitarbeitenden verhindert dies und so wird man selbstverständlich trotz einer strukturierten Prozessdokumentation auch zukünftig auf qualifizierte Fachkräfte im Spital setzen.

Die wertvolle Diskussion über die heutigen Abläufe machte die Debatte über die gewünschten Soll-Abläufe deutlich leichter. Das Optimierungspotenzial der Prozesse war allen deutlich geworden und so versuchte man nicht die KIS Software  so hinzubiegen, dass sie irgendwie passen würde, sondern beschäftigte sich mit den Möglichkeiten im eigenen Einflussbereich. Es sei aber nicht verschwiegen, dass sich am Ende zur Abbildung eines Optimalzustandes auch auf der Softwareseite noch etwas bewegen musste.

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Krankenhaus-IT Journal über Heiligendamm

Tuesday, February 23rd, 2010

Das Krankenhaus IT Journal hat seine Leser in einem Newsflash über das 6. Führungskräftemeeting Heiligendamm informiert. Chefredaktuer Wolf Dietrich Lorenz:  “Zum 6. Führungskräfte-Meeting 2010 im Seebad Heiligendamm stellten namhafte Referenten aktuelle Themen mit akutem Diskussionsbedarf vor. IT und eHealth sind strategische Instrumente moderner Krankenhausführung, um Investitionen wirtschaftlich zu gestalten. Prozessmanagement, Vernetzung und Schnittstellen bieten dafür nachhaltige Chancen und bergen – bislang noch  – auch brisante Risikofaktoren.” (…) “Wissensmanagement kann für das Prozessmanagement eine wichtige Rolle spielen, wie Guido Burkhardt anhand der Arzneimitteltherapiesicherheit darstellte. IT-gestützte Medikation als Bestandteil einer elektronischen Patientenakte, so der Projektleiter vom Kantonsspital Baden ermögliche  wesentliche Verbesserungen. „Für Patienten und Prozesse lässt sich durch „eMedikation“ Vereinfachung und Sicherheit erreichen und eine große Zahl von Fehlern vermeiden.“

Noch ein Hinweis: Mit dem Hauptredner der Veranstaltung, Moshe Rappoport, Zukunftsforscher IBM Research Zürich, führte das Krankenhaus IT Journal am Rande der Veranstaltung ein interessantes Interview, welches als Audiostream voliegt.

Zum Newsflash des Krankenhaus IT Jourmals

Vortrag eMedikationssoftware in Berlin

Wednesday, January 27th, 2010

Der Kongressbeirats der Messe conhIT hat heute bekannt gegeben, dass mein dort eingereichter Vortrag in das conhIT-Kongressprogramm 2010 aufgenommen wurde. Thema: “eMedikations-Software unterstützt Medikationsprozesse im Krankenhaus”. Im Beirat des Fachkongresses entscheiden Vertreter des Berufsverbandes Medizinischer Informatiker  BVMI e.V. sowie die Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie  GMDS e.V. über das wissenschaftliche Kongressprogramm.

2009 war ich meinerseits im Networkingbeirat der Messe vertreten und moderierte dort gemeinsam mit Robert Bruch das erste Klinik-IT Networking Forum. Messe und Kongress 2010 finden vom 20. bis 22. April statt.

Arzneimitteltherapiesicherheit:
Vortrag in Heiligendamm

Monday, January 18th, 2010

Prof. Dr. Wolfgang Riedel, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Krankenhauswesen (IfK) in Braunschweig, hat auch in diesem Jahr wieder einen ausgewählten Kreis von Experten zum Führungskräftemeeting im Seebad Heiligendamm eingeladen. Der Veranstaltungsort, das dortige Grandhotel, ist spätestens seit dem G8 Gipfel 2007 weltberühmt.

Guido Burkhardt, Projektleiter des Projektes Klinikininformationssystem am Kantonsspital Baden, nimmt bereits zum dritten Mal in Flolge teil, wenn sich die 60 Spitzenvertreter der Branche im Februar an der Ostsee treffen. 2010 stellt er das Badener Projektthema “IT-gestützte Medikation als Bestandteil einer elektronischen Patientenakte” vor.

Der Vortrag beleuchtet nicht nur, wie mit Hilfe des Computers Medikamente digital verordnet und deren Abgabe an die Patienten dokumentiert wird, sondern auch, wie mit Hilfe intelligenter Systeme die Indikationen für den einzelnen Patienten geprüft werden können. Spezielle Logiken weisen den Arzt zudem darauf hin, wenn sich unerwünschte Interaktionen ergeben oder patientenspezifische Nebenwirkungen drohen. Die Umstellung der häuslichen Medikation zu Beginn einer stationären Behandlung berücksichtigt ausserdem die gesundheitsökonomischen Bedürdnisse und erhöht die Patientensicherheit zusätzlich dadurch, dass das medizinische Personal mit einem eingeschränkten und darum im Umgang vertrauten Medikamentenportfolio arbeitet.

Mitreferenten sind neben Prof. Riedel 2010 CIOs, Ärzte und Projektmanager führender Kliniken aus dem deutschsprachigen Raum. Als Gastreferent spricht Moshe Rappoport, Zukunftsforscher IBM Research, Zürich.

Die Fachzeitschrift Krankenhaus IT Journal schreibt: “Zum 6. Führungskräfte-Meeting 2010 im Seebad Heiligendamm stellen namhafte Referenten aktuelle Themen mit akutem Diskussionsbedarf vor. Motto: ICT und eHealth als strategische Instrumente moderner Krankenhausführung. Networking und vertiefende Gespräche im exklusiven Kreis aus Krankenhausführung und IT-Management runden das etablierte Meeting am Meer ab.”

Veranstaltungswebsite: www.meeting-am-meer.de
Der Veranstaltungsort im Film: Mord in bester Gesellschaft